Stimmig argumentiert, aber wer finanziert Staat vor und wer wird dann Nachschuldner
Lieber Phoenix5,
oft genug begeisterst Du mich, manchmal erstaunst Du mich.
Schreibst so ein tolles Buch, stellst den Debitismus-Teil kostenlos hier ein argumentierst aber mit der Notwendigkeit eines weltweiten starken Staates um wirtschaftliche Not zu beenden und die Bösewichte der Welt in Schach zu halten.
Dafür hatte Natur eine viel artgerechtere Lösung mit Segmentierten Gesellschaften.
Du hast aber Recht.
Das ist vorbei, unumkehrbar und das Staatsphänomen unaufhaltsam bis zum Ende, die Zentralisation nur durch Zusammenbruch aufzuhalten.
Du schreibst sinngemäß "ein bisschen Staat geht nicht also braucht es einen starken Staat".
Ich schreibe (ab): Staat ist von Anfang an nicht vorfinanzierbar, wenn nicht gnadenlos auf immer mehr bankrottierende Nachschuldner abgeladen wird (Pflanzen, Tiere, Menschen).
Die angehäuften Schuldenberge aus den vorangegangenen vorfinanzierten Perioden sind inzwischen zu groß mit aktuellen und noch folgenden Verschmutzungen von Erde, Wasser, Luft, Genpool, Memen und allem anderen beim Kollabieren der Menschheit.
Das wird getilgt oder ausgebucht werden müssen und täglich kommt ein neuer Schuldenberg dazu.
Legislative, Judikative, Exekutive und ihre Anhängsel wie Monetative, Prietertative und Mediatative tun den ganzen Tag nichts außer ihre Jobs (den anderen Waren und Dienstleistungen wegnehmen und poolen, darüber befinden, wer aus dem Pool was zu bekommen hat und dann die Verteilung der gepoolten Werte festlegen und durchsetzen wie schon in Mesopotamien).
Diese Unmassen an Unproduktiven müssen vorfinanziert und durchgefüttert werden.
Selbst wenn man einen halbwegs gerechten Weltzentralstaat voraussetzen würde, was wegen der fehlenden Sozial- unnd Psychohygiene (Psychopathen, Faulpelze und Unfähige werden nicht verbannt oder neutralisiert sondern an die Macht gespült) müsste dieser auf Kosten von irgendjemand wirklich produktiv Arbeitenden durchgefüttert werden.
Soviel Ressourcen, Ackererde und Billiglöhner gibt es nicht um diesen Ausbeutungs- und Umverteilungsakt zu leisten
Die erste Welt lebt heute auf Kosten der dritten Welt.
Die zweite Welt möchte zur ersten Welt aufschließen.
Wenn die dritte Welt auch noch aufschließt, auf wessen Kosten will dann die erste, zweite und dritte Welt leben?
Dein früheres Argument gefällt mir besser:
Runter wirtschaften, widerstehen und zerfallen.
Komplexe Strukturen rückbauen. Urschulden auf artgerechtes Niveau zurückfahren mit den damit verbundenen Bankrotten und Ausbuchungen.
Das kommt so oder so.
Liebe Grüße
Silke
PS. Afrika war schon einmal mit Eigentumstiteln übersät. Das nannte sich Kolonialismus.
Mind. 60 Mio. Sklaven wurden weggeschleppt. Völker gemordet. Unvorstellbare Reichtümer wurden rausgezogen. Riesige Wüsten wurden in den Menschen, Lebewesen und der Landschaft hinterlassen.
Ich finde wir haben genug für die geleistet…
PPS. Hätten wir damals auf Dich gehört, hätten wir heute keine Flüchtlinge in BRD.