Ohne Machtausübung kann das nicht zum "Selbstl"äufer werden

Silke, Samstag, 26.12.2015, 05:02 (vor 3695 Tagen) @ Phoenix55389 Views
bearbeitet von Silke, Samstag, 26.12.2015, 06:02

Lieber Phoenix5,

Heinsohn schummelt sich bei der Eigentumsökonomik durch die reale Welt...

»Wenn man den weniger entwickelten Ländern helfen will, dann darf man
ihnen kein Geld geben. Die denken sonst in der Tat, dass auf rätselhafte
Weise riesige Tresore voll mit dem edlen Papier gerade in den OECD-Staaten
gelandet sind, die somit ruhig etwas abgeben könnten. Doch die haben keine
Kisten, sondern für die Geldschaffung belastbares Eigentum.

Richtig, aber woher kommt das Eigentum bei den Guten?

Die
Etablierung von Eigentum wiederum erfordert nur ganz geringen technischen
Aufwand.

Nein, einen MORDS-aufwand.

Bloße Besitztümer müssen um Eigentumstitel ergänzt und dabei
breit gestreut werden.

Blöd nur, wenn die vorherigen Besitzer von der Eigentumsbildung nicht begeistert sind (Idianer in Amerika).

Die Verteilung muss in Dokumenten über die
Eigentumstitel fixiert werden. Kataster und Grundbücher sind anzulegen.

Wollten die Indianer nicht.

Man muss also schreiben und Urkundenstempel herstellen können.

Nein.
Zuerst muss man besser schießen können - schneller und machtvoller als die anderen - mit Worten oder Knarren.
Wie die ollen Sumerer, die Conquidadores, Missionare und das andere widerwärtige Gesocks.
Dann kann man alles andere zivilisatorische Zeug nachgeordnet durchdrücken - nennt sich Missionierung/ Eroberung.

Man muss an
Gesetze gebundene Polizei und unabhängige Gerichte schaffen, die in die
Eigentumstitel – ohne Ansehen der Macht ihrer Halter – vollstrecken
können […]

Zirkelschluss.
Polizei, Gesetze und Gerichte schaffen per Übereinkunft? Never.
Häuptlingstum ist eine hierarchisch sehr flache Angelegenheit mit Funktionsautorität.

Keine Hilfe zur Selbsthilfe kann sich segensreicher auswirken
als die Information über die Mechanismen der Geldschaffung.«[/i]

Nein.
Nur die Hilfe beim Kennenlernen der Gewalttätigkeit der organisierten bewaffneten Macht hat die ganzen ordnenden Strukturen erzwungen.

Man hat das Pferd von hinten aufgezäumt.

Die Indianer brauchten überhaupt keine Pferde.
Die wurden importiert - samt Zaumzeug.

Zuerst braucht man
Eigentumstitel (bzw. zuvor noch einen Staat der die Macht inne hat, statt
eines "failed state") - danach wären die Mikrokredite ein Segen gewesen.

Netter Versuch.

Zuerst braucht Mann die bewaffnete organisierte Gewalt.
Dann kann Mann Kredite verbriefen usw. - lauter unnatürliches Zeug halt.

Meine Jungen bekommen was sie brauchen (Kredit), meine Alten bekommen was sie verdienen (Tilgung), meine Nachbarn kooperieren mit mir oder eben nicht (Paktschulden und deren Tilgung).
Mikrokredite sind täglich Brot in der Nachbarschaft - aber eben nicht auf Geld lautend.
Geld ist unser Problem und nicht die Schulden und deren Tilgung.


Der Debitismus ist ein Machtbastard
Die Realität ist nicht Wirtschaften -- Geld, Preis und Zins -- Macht -- Abgaben -- weiter Wirtschaften.
Sondern: Macht -- Abgaben -- Geld -- Wirtschaften mit Geld und Preis und Zins.
@dottore

Liebe Grüße
Silke


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