Nein, es lag (damals) nicht an den betriebswirtschaftlichen Rechnungen ...

CrisisMaven ⌂, Samstag, 22.08.2015, 17:53 (vor 3806 Tagen) @ Mephistopheles6773 Views

mir fehlt der Glaube. Du willst mich doch nicht etwa hinter die Fichte führen? [[freude]] Es lag also nicht etwa an - nach der Atomeuforie der 60er - in den 70er Jahren neu angestellten betriebswirtschaftlichen Berechnungen, dass sich das nie und nimmer rechnen würde?

Nein, im Gegenteil kann das aus ZWEI Gruenden so nicht sein:

A) wollte die Elektrizitaetsindustrie anfaenglich keine Atomkraftwerke, weil sie sich nicht rechne(te)n. Die Bundesregierung wollte sie aber - aus militaerischen Erwaegungen. (Wegen der Rohstoff-Diversifierung wollte man sie nicht, denn die Abhaengigkeit von auslaendischem angereichertem Uran eintauschen gegen ueppig vorhandene einheimische Kohle waere ja wohl ein Witz gewesen.)

B) Der zitierte Standort-Vorsorgeplan stammte ausgerechnet aus 1975. Und Minister Matthoefer hatte fuer 1976 und 1977 den "Buergerdialog Kernenergie" geplant, der auf ca. 25 Veranstaltungen angelegt war.

Er geriet dann bei bereits der zweiten und dritten Veranstaltung mit mir aneinander, erlitt bei der zweiten einen Herzanfall, bei der dritten sah er mich wieder, erlitt beinahe noch einen Herzanfall und begrub dann sein Ansinnen, um mir nicht ein viertes (oder gar 22-) M/-mal begegnen zu muessen.

Jedoch wurde munter weiter die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf gebaut, was mich als Reservisten erneut in den aktiven Dienst zwang, ich der Hydra dann Mitte 1986 den Kopf wohl endgueltig abschlug und Bennigsen-Foerder dann einen Ausweg suchen liess. Das Atomprogramm als ganzes wude erst ca. 1993/94 gaenzlich ad acta gelegt, als RWE den Genehmigungsantrag fuer das 1977 eroerterte KKW Biblis C zurueckzog!

Alles andere ist im Nachhinein anders empfundene, 'gefuehlte' Geschichte!

Und die Atomkrafrtbetreiber haben nicht etwa ganz still und leise in ihrem finstersten Kämmerlein Gott dafür gedankt, das er ihnen die Anti-Atom-Demonstranten geschickt hat, so dass sie, ohne ihr Gesicht zu verlieren, von ihren Plänen, die sich als abstruß herausgestellt hatten, Abstand nehmen konnten?

Nein, nachdem ihnen das Betreiberrisiko genommen worden war und sie wesentliche Vorleistungen erbracht hatten, war das genau umgekehrt!

Ich erinnere mich noch, in den 60ern propagierten sie eine Verdoppelung des Strombedarfs alle 7 (oder 10) Jahre, so dass wir heute etwa 30-50mal so viel Strom verbrauchen würden, als wir tatsächlich verbrauchen.

Ja, genau das lag bis Ende der SIEBZIGER Jahre den Planungen (immer noch) zugrunde. Auch als wir vorrechneten, dass man dann in ein paar Jahrzehnten schon fuer jeden Haushalt ein 1300MW-Kernkraftwerk im Vorgarten (!) brauche, focht das die "Planer" nicht an.

Und dass in der Dädärä zum Sturz des Systems kam ohne Blutvergießen, das lag also an den Demonstranten und keineswegs daran, das die DÄdäräpleite war, und sich die Kader dem Herrn tiefstinniglich dankten, das er ihnen die Montagsdemonstranten geschickt hatte, die es ihnen ermöglichte, sich statt mit entwertenten Aluchips sich künftig in knallharten DM bezahlen zu lassen?

Was genau der Grund fuer den DDR-Zusammenbruch war, weiss ich nicht und ich bin geneigt zu glauben, es weiss auch sonst nicht wirklich jemand. Aber in Dresden standen die Panzer, Behelfsgefaengnisse und Betriebskampfgruppen bereit! Wer bestellt die denn ein, wenn er stattdessen die Demonstranten als Alibi missbrauchen moechte?

Asyl ist Privatangelegenheit oder eine religiöse Aufgabe.

Das muesste man dann aber zuerst von der Sozialhilfe verlangen. Der Zug ist ideologisch schon laengst abgefahren.

Vom Staat gewährtes Asyl kann nur den Sinn haben - und hatte es in der Vergangenheit auch ausnahmslos -, die Herrschaftsstruktur des Herkunftslandes zu unterminieren und reif zu machen für einen Machtwechsel.

Kann schon sein. Aber alle Parteien werden ja demokratisch gewaehlt. Wenn also die deutschen Buerger sich zu sagen scheinen, ein Jahrtausend Roemisches Reich Deutscher Nation seien nun halt genug, dann kammannixmachn.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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