Lösungen für Unternehmen funktionieren nicht für Staaten
Nur wer hinterfragt, kann zu anderen Lösungsansätzen kommen.
Quatsch.
Mit Lösungsansätzen hätte ich niemals ein Unternehmen führen können.
Da ging es nur darum, was heute, im Moment, hier und jetzt zu tun ist.
Das ist bereits eins der Probleme. Seit Jahren wird auf Staatsebene gehandelt wie in Unternehmen. Betriebswirtschaftliche Lösungen können aber nicht auf Staaten abgebildet werden. Wie oft wird beklagt, die Politik würde nur in Legislaturlängen denken und handeln?
Ein Großteil der Flüchtlinge aus Zentralafrika kommt nach Europa, weil wir in der EU mit unserer Politik - speziell der Agrarsubventionspolitik - einfach zu kurzfristig denken. Wir produzieren mehr als wir verbrauchen können und fluten mit den billigen Erzeugnissen die Märkte in Afrika. Dank der ganzen Subventionen können so z.B. holländische Zwiebeln auf den dortigen Märkten günstiger angeboten werden als eigene im Land produzierte Zwiebeln. Durch unsere verfehlte Politik zerstören wir so nachhaltig die Lebensgrundlage der dortigen Bauern.
Oder Entwicklungshilfe. Wann beginnen wir eigentlich mal, die Politik in diesem Bereich so zu gestalten, wie es den Entwicklungsländern am meisten nutzt und nicht uns? Warum wird nicht geholfen, stabile Staaten aufzubauen? Statt dessen werden ständig die aktuell an der Macht befindlichen Diktatoren gebauchpinselt, auf das wir auch weiterhin deren Rohstoffe abgreifen können.
Eine Änderung in unserem Verhalten? Fehlanzeige.
Dabei gebe ich dir sogar recht in deinem Dissens mit @taktiker. Auf Putin
warten dürfte zu langwierig sein.MeinePrognose:
Dieses Jahr 1 Mio Flüchtlinge,
nächstes Jahr 3 Mio
und 2017 8-10 Mio.
Ich befürchte, dass wir es nicht mal mehr bis Ende 2016 schaffen werden. Die ersten Kommunen beginnen aktuell bereits, SOS zu funken, da sie sich einfach außerstande sehen, diesen Flüchtlingsmengen Herr zu werden. Es fehlt jetzt schon an allen Ecken bei den Notunterkunftsmöglichkeiten, wie soll das eigentlich im Winter werden? Wollen wir ernsthaft zigtausende Menschen in irgendwelchen Zeltstädten unterbringen? Auch Häuser können nicht mal eben so aus dem Boden gestampft werden. Spätestens dann wird der Punkt erreicht sein, wo dann im großen Stil Privateigentum zur Unterbringung verwendet wird. Spätestens dann ist aber auch die Geduld der heimischen Bevölkerung erreicht. Was dann?
Wie lautet deine Lösung konkret?
Schnellverfahren durchführen.
Bei Ablehnung, Sammeltransport zum Herkunftsort.
Bei Annahme entsprechend Ethnie und Konfession in Auffanglager transportieren.
Und das Ganze direkt an den Grenzen. Es ist mir unbegreiflich, warum die Menschen erst irgendwo nach Deutschland rein transportiert werden müssen. Da ist im Ablehnungsfall die Verdunkelung und Untertauchgefahr viel zu hoch.
Gruß Kaladhor
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Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!