Hinterfragen

helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 22.08.2015, 16:57 (vor 3807 Tagen) @ Mephistopheles6713 Views

Ich weiß nicht, wie Du das Wort "Hinterfragen" interpretierst. Für mich bedeutet dieses Wort mehreres:

- Analysieren
- Gründe für die aktuelle Situation aufdecken
- vor allem die Hintergründe untersuchen, die nicht in den Mainstreams behandelt werden
- nach Lösungen suchen
- dabei die einzelnen Lösungsansätze gegeneinander abwägen

Wenn das alles durch ist, dann muß es zu einer Entscheidung kommen. Macht man die eben angeführten Punkte nur halbherzig oder oberflächlich, läuft man Gefahr, zu einer falschen Einschätzung zu kommen, die zu einer Fehlentscheidung führen kann.

Natürlich gibt es Problembereiche, die derart komplex sind, dass man nur schwer zu einer praktikablen Lösung kommt. Dabei muß man nach dem Ausschlußverfahren vorgehen, um letztlich zur Lösung mit dem geringsten Übel zu kommen. Manchmal hat man nur die Wahl zwischen dem Teufel und seiner Großmutter.

Wenn Du mich nach einer Lösung für das Asylantenproblem fragst, da muß ich passen. Warum? Weil sich zwei Punkte gegenseitig in den Hintern beißen, und zwar:

1) Es wäre notwendig, so schnell wie möglich die derzeitigen Politiker in Deutschland auszutauschen, - egal auf welchem Weg

2) Von den Gesichtern, die ich auf der politischen Bühne als Alternative kenne, ist mir keiner geläufig, dem ich die Durchsetzung einer praktikablen und für das Volk akzeptablen Lösung zutrauen könnte.

Fazit: Es bleibt derzeit beim Hinterfragen, - auch, wenn das die Problematik nicht beseitigen wird. Aber es ist zumindest gewährleistet, dass man sich mit der Aktualität auseinandersetzt und nicht - wie so viele in meinem Bekanntenkreis - den Kopf in den Sand stecken, der Meinung sind, das Gemerkel wirds schon richten, und ohnehin können wir nichts ändern, weshalb sich denn den Kopf zerbrechen.

Auch wenn diese Leute fühlen, dass falsch entschieden wird, und meinen, die Politiker damit abzustrafen, wenn sie erst gar nicht zur Wahl gehen, - dann kapieren sie trotzdem nicht, dass sie nur das einfache Bauernvolk auf dem politischen Schachbrett sind, die die Dame braucht, um zum Ziel zu kommen. Bauernfiguren, die man als willenlose Elemente nach vorne schiebt und dann, - je nach Bedarf - opfert.

Erst recht kapieren sie nicht, dass man genau solche Leute braucht, die den Kopf in den Sand stecken, oder die meckern (aber nur zuhause oder in der Eckkneipe) und sich dann bei der politischen Entscheidung (sprich "Wahl")ausklammern. Denn dieses Klientel manifestiert ja die bestehende Regierung sowie das bestehende System, ohne es zu wissen.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.