Als ich beinahe selbst mal Asylant gewesen waere ...
Mit Demonstrationen ändert sich auch nie etwas.
Nein, der Ausbau der deutschen Kernkraft auf bis zum Jahre 2000 geplante 150 1.300MWel-Meiler wurde auf dem Rechtsweg verhindert, nicht durch den Volkszorn auf Bauplaetzen und durch Ostermaersche um Atomananlagen.
Selbst das Kernkraftwerk Wyhl wurde trotz Bauplatzbesetzung nicht der aufgebrachten Kaiserstuehler Bauern wegen verhindert, sondern weil man ueberraschender Weise fuer das KKW Philippsburg II nach Aenderung der Planung weg vom Siedewasserreaktor hin zum Druckwasserreaktor einen Druckbehaelter brauchte und die ueblichen zehn Jahre Vorlaufzeit nicht hatte.
Das Abschalten nach Fukushima war wiederum nur Merkels obszoener populistischer Machtgeilheit zu verdanken. Und die urspr. nur darum (!) gewaehlten Gruenen haben stattdessen die Atomindustrie ausbauen und am Leben erhalten geholfen.
Demonstrationen und Wahlen haben bisher in diesem unserem Lande nicht wirkliche Wirkungen entfaltet, die man rueckblickend in der Geschichtsschreibung jemals als solche apostrophieren wuerde.
Das macht mir auch Hoffnung. Diesmal wurde die Temperatur einfach zu schnell erhöht, ...
Das ist das erstaunliche - offenbar koennen besoffene Innenminister, die sich von CNN-Dominas oeffentlich vorfuehren lassen, nicht rechnen, denn 800.000 Zuzuegler sind (bei gleichzeitig an sich schrumpfender Bevoelkerung) mehr als 1% pro Jahr, 10% in 10 Jahren, mit Nachzug eher 30% in zehn Jahren. Auch eine Putzfrau kann das rechnen, waehrend eine beamtete promovierte Physikerin das offenbar nicht vermag.
Man muss vor allem unterscheiden zwischen den Flüchtlingen und den Verbrechern.
Dazu muss ich nun doch mal eine biographische Anekdote loswerden: als ich einem griechischen Fluechtling (damals Militaer-Junta) hier in Deutschland bei seiner Asylierung half (er war Wehrdienstverweigerer aus Glaubensgruenden) stellte ich erstaunt fest, dass ich in dessen Heimatland aus denselben Gruenden haette erfolgreich Asyl beantragen koennen! Wir waeren also in des jeweils anderen Heimatland als politisch Verfolgte anerkannt worden wegen des exakt selben Deliktes!!!
Was ich aber im Ausland zu spueren bekam, und was mich dann dazu brachte, in Deutschland stattdessen erbitterten Widerstand zu leisten, war, dass man mir als politisch Verfolgtem im europaeischen Ausland selbst unter Freunden immer wieder, z.T. offen, jedenfalls aber immer unterschwellig, zu verstehen gab, dass ich doch, wenn ich mit der Politik meines Heimatlandes unzufrieden sei, bitteschoen dort etwas aendern solle und nicht im Ausland um Hilfe betteln.
Damit meine ich nicht, dass das jeder der heutigen Asylanten auch beherzigen solle, schliesslich sind darunter jede Menge Verfolgte, die an ihrem Leben bedroht sind, was ich nicht war, aber ich habe bis heute nicht vergessen, dass man im (befreundeten! zur selben 'Wertegemeinschaft' gehoerenden!) Ausland gegenueber der Inanspruchnahme von Asyl weitaus kritischer eingestellt ist.
Was auch erklaeren koennte, dass unsere Anrainerstaaten, die als "sichere Drittlaender" die bei ihnen einwandernden Antragsteller ja bei sich behalten muessten, diese ohne grosse Gewissensbisse an uns weiterreichen - auf unseren Schuldkomplex vertrauend.
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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