Manipulationen „Banken gegen Kunden“

-ELLI- ⌂, Mittwoch, 27.05.2015, 18:24 (vor 3885 Tagen) @ siggi5450 Views

Lieber Elli,

das mal vorweg, das Bedürfnis das Thema hier weiter zu beackern, lag wohl
diesmal bei dir<img src=" />

Richtig, aber ich wollte nichts beackern, sondern nur darauf hinweisen – und das streite ich ja nicht ab – dass es Manipulationen seitens der Banken zu Ungunsten der Kunden gibt.

Danke für den Vorschlag mit dem Telefonieren, aber lass uns mal beim
Schreiben bleiben.

Das ist schade, denn mit dem Schreiben hat es bisher nicht wirklich geklappt.

[… ]

> Stimmt ja alles, was du sagst, bis auf zwei Sachen.


1 "Feststellung eines Referenzkurses"

Ein Referenzkurs, oder Fixing, was das selbe wäre, ist das in dem Fall
eben nicht gewesen, hat mir @paranoia bestätigt<img src=" /> Oder wo hast du das in
der "Selbstanklage" von JP Morgan gelesen?

Du zitierst es doch selber ein wenig weiter unten:
„Die Regulierungsbehörden werfen den Devisenhändlern der großen
Institute vor, sich zwischen 2007 und 2013 über Kurznachrichten und
Chat-Foren abgesprochen zu haben, um einen Referenzsatz des Devisenmarktes
zu manipulieren und sich auf Kosten der Kunden zu bereichern.“

Steht da „Referenzsatz“ oder nicht? Du schreibst, es sei kein Referenzkurs gewesen. Das meine ich mit „Verdrehen“. Oder willst du damit sagen, „Referenzsatz“ und „Referenzkurs“ sind verschiedene Dinge?

2. "die aber auf den Kursverlauf keinerlei Einfluss haben"

Wenn du in deinem Ausgangsposting, diesen Bericht zitierst:

„Erneut werden internationale Großbanken wegen ihrer Tricksereien am
Devisenmarkt in den USA zur Rechenschaft gezogen: JPMorgan, Citigroup,
Barclays, RBS und UBS müssen insgesamt 5,6 Milliarden Dollar zahlen. Am
härtesten trifft es Barclays.“

„Die Regulierungsbehörden werfen den Devisenhändlern der großen
Institute vor, sich zwischen 2007 und 2013 über Kurznachrichten und
Chat-Foren abgesprochen zu haben, um einen Referenzsatz des Devisenmarktes
zu manipulieren und sich auf Kosten der Kunden zu bereichern.“

Wenn also 5 Großbanken über 6 Jahre gemeinsame Sache beim Abzocken der
Kunden gemacht haben und das eben nicht nur bei Referenzkursen, sondern
rund um die Uhr (s. oben) …

„Rund um die Uhr“? Davon kann ich nichts lesen. Dort steht „einen Referenzsatz des Devisenmarktes“. Und der wird meines Wissens nur einmal am Tag festgestellt.

und selber als größte Player im Markt aktiv
sind, wie gesagt 5 Großbanken gemeinsam, dann wehre ich mich nur gegen
deine ständige Wiederholung, dass das Null Einfluß auf langfristige
Kursverläufe hat.

Erkläre mir bitte mal, wie die Feststellung eines (um einen oder zwei Pips manipulierten) Referenzkurses Einfluss auf die Marktentwicklung haben soll.

Die Schweizer Nationalbank hat alleine, O.K. wahrscheinlich war die UBS
und Credit Swiss dabei, es wie lange geschafft den Schweizer Franken in der
gewünschten Range zum Euro zu halten? War das nicht lange genug für dein
Verständnis von langfristig?

Im Falle der Schweizer Nationalbank hast du recht, da habe ich auch niemals widersprochen. Hier geht es aber um einen anderen Fall.

Ich kann das zwar mit dem langfristig bei anderen Währungspaaren nicht
beweisen, aber du genauso wenig, dass es null Einfluss gäbe.

Wenn du mir zeigen könntest, dass nach der Feststellung eines Referenzkurses die Kurse plötzlich drehen, dann könntest du mich vielleicht überzeugen. Kannst du aber nicht.

Aber das Beispiel Schweizer Nationalbank spricht nun mal gegen deine
These, dass Banken nur minimal und kurzfristig Kurse manipulieren können.

Wie gesagt, ein anderer Fall. Die Schweizer Nationalbank ist nicht „Banken“.

Sie können es aber auch nicht auf über sehr viel Jahre durchziehen, wie
man das dann ja auch gesehen hat. Im Endeffekt setzt sich der Markt dann
doch durch. Da bin ich ja wieder bei dir, falls dich das tröstet<img src=" />

Nochmal: Hat nichts mit diesem Fall zu tun.

Das Schöne ist, ich brauche gar keine Bestätigung für meine
Manipulationsthesen zu suchen. Die werden wir jetzt schon bald wöchentlich
frei Haus geliefert. In diesem Thread warst du und Calbaer so freundlich.

Und wieder haust du alles durcheinander. Es geht doch nicht um Manipulationen an sich. Die bestreite ich doch gar nicht – Banken gegen Kunden, bei der Abrechnung konkreter Verträge.
Aber keine dauerhafte Manipulation von Kursen in eine bestimmte Richtung.

Sein drittletzter Satz sagt doch alles:

Siggi, JP Morgan hat keinen Markt manipuliert. Die haben eine
Kommission/Dienstleistungsgebühr/Agio/Disagio/Entgelt in die Kurse
eingerechnet.
[[hae]] (Smiley von mir)

Da stimme ich ihm nicht zu. Die Banken HABEN manipuliert – gegen KUNDEN, nicht gegen den GESAMTMARKT.

lg
siggi

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