Deine Frage zu Referenzkursen am Derivatemarkt
Hallo siggi,
Spielen Referenzkurse am Derivatemarkt ein Rolle?
Ja, auf jeden Fall.
Aber die Bedeutung von Referenzkursen, bzw. Fixings variiert erheblich.
Du musst aber zwischen physischer Lieferung und Barabrechnung unterscheiden.
Bei physischer Lieferung wird Dein vorher abgeschlossenes Geschäft erfüllt (Handelsgegenstand gegen Geld, oder umgekehrt).
Bei bar abgerechneten Kontrakten ("Cash Settlement") gibt es eine Auszahlung an Dich/ von Dir in abhängig von der Höhe des Schlussabrechnungskurs ("settlement price").
Bedeutsam ist alles, was bar abgerechnet wird.
Dann solltest Du auch bedenken, dass nur ein Bruchteil von Kontrakten das Ende seiner Laufzeit erlebt.
Dann gibt es bar abgerechnete Derivate, die typischerweise gleich mehrere Fixings beinhalten (z.B. ein Zinsswap, Laufzeit 5 Jahre, fix gegen 6M-Euribor hat je nach Sichtweise 9 oder 10 Fixings...).
Rein technisch ist aber nicht alles physisch darstellbar.
Gruß
paranoia
P.S.:
Im dem ganzen Bereich Optionen spielt das Fixing aber durchaus eine
bedeutende Rolle, siehe den Barklay-Fall
Bitte tue mir den Gefallen und schreibe "Barclays" (so heißt die Bank) an Stelle von "Barklay".
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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.