so macht es Spass...
Hallo paranoia,
erst mal Danke für den respektvollen Umgang
Spielen Referenzkurse am Derivatemarkt ein Rolle?
Ja, auf jeden Fall.
Prima, da haben wir ja eine gemeinsame Basis.
In Anbetracht dessen, dass der Derivatemarkt ja mit Abstand das größte Segment im Gesamtmarkt ist, widerspricht denn deine Aussage "Ja, auf jeden Fall" nicht zwangsläufig deiner These aus deinem Anfangsposting, dass bei fast keinem Geschäft ein Referenzkurs eine Rolle spielt?
Aber die Bedeutung von Referenzkursen, bzw. Fixings variiert erheblich.
Du musst aber zwischen physischer Lieferung und Barabrechnung
unterscheiden.
Bei physischer Lieferung wird Dein vorher abgeschlossenes Geschäft
erfüllt (Handelsgegenstand gegen Geld, oder umgekehrt).
Bei bar abgerechneten Kontrakten ("Cash Settlement") gibt es eine
Auszahlung an Dich/ von Dir in abhängig von der Höhe des
Schlussabrechnungskurs ("settlement price").Bedeutsam ist alles, was bar abgerechnet wird.
Dann solltest Du auch bedenken, dass nur ein Bruchteil von Kontrakten das
Ende seiner Laufzeit erlebt.
Ein Bruchteil hört sich tatsächlich sehr wenig an. Gibt es darüber Statistiken?
Andererseits frage ich mich, wieso dann immer so ein Bohai um den Hexensabbat zum Quartalende gemacht wird, wenn tatsächlich nur ein Bruchteil der Termingeschäfte bis zu diesem Verfallstag überlebt haben? Die stark erhöhten Umsätze an dem Tag sind ja wohl Tatsache.
Dann gibt es bar abgerechnete Derivate, die typischerweise gleich mehrere
Fixings beinhalten (z.B. ein Zinsswap, Laufzeit 5 Jahre, fix gegen
6M-Euribor hat je nach Sichtweise 9 oder 10 Fixings...).Rein technisch ist aber nicht alles physisch darstellbar.
Danke für die Erläuterungen. Interessant, dass es wohl erheblich mehr Fixings gibt, als dem unbeteiligten Zuschauer geläufig ist.
lg
siggi