Es gibt keinen Willen für sich
Woher soll die
Evolution auch sonst Richtung und Inhalt erhalten?
Aus dem omnipräsenten Willen (Man lese 'die Welt als Wille und
Vorstellung') in allen Organismen in der Welt draussen. Von einer planenden
Ewigkeit, die Du nun auch noch Gott nennst, jedenfalls nicht.
Schopenhauer hat - in genialer Einseitigkeit - den in allem Geschaffenen wirkenden Willen empfunden, einen universellen Willen, den Weltenwillen sozusagen. Aber er ist auf halbem Wege stecken geblieben. Denn einen frei schwebenden Willen gibt es nicht, ein Wille ist immer wesenhaft, geht immer von Wesen aus.
Man darf also den Pessimisten Schopenhauer nicht als die letzte Offenbarung nehmen, sondern muss weiter denken.
Stell Dir vor, Dein Wille würde sich von Dir völlig ablösen und selbsttätig weiterwirken. Wie das? Das ist doch gespenstisch, abstrakt, irreal. Ihm würde plötzlich eine eigene Wesenhaftigkeit zugesprochen, aus der er wirkt und wirkt und wirkt!? Hier verlässt man jede kontrollierte Vernünftigkeit und kommt ins Phantastische, Absurde.
Gruß
Falkenauge