Ich weiß, dass ich nicht weiß

nemo, Donnerstag, 24.03.2016, 11:51 (vor 3614 Tagen) @ Cliff4828 Views
bearbeitet von nemo, Mittwoch, 11.05.2016, 18:49

Ja, wir wissen noch nicht einmal ansatzweise wer wir selbst sind. Wir
wissen nur, dass wir nicht der Verstand sein können.


Ja. Es gibt neben dem automatischen Denken eine Bewusstseinsebene
der reinen Wahrnehmung. Auf dieser Wahrnehmungsebene ändert
sich das auch Denken.

Das ist das ganze Geheimnis der Esoterik und der Schamanen wie
Castaneda usw.

Man kann also sagen, dass wir die Welt und uns selbst nicht erkennen,
solange wir die automatische Denkmaschine innerhalb unserer selbst
nicht beherrschen können.

Und darin haben die Esoteriker halt recht, wenn sie sagen, dass wir
uns zuerst selbst verstehen müssen, bevor wir die Welt verstehen
können. Das war auch der Zweck von Religion. Der Zugang zum
Verstehen muss erst einmal in uns selbst geschaffen werden.

Die größeren Zusammenhänge können nicht erkannt werden, wenn
naive moralische oder emotionale Sichtweisen und Vorstellungen das
Verstehen vernebeln. Und schon gar nicht mit automatischem Denken,
das die Bewusstwerdung permanent verhindert.

Wenn wir uns, wie die Buddhisten sagen, in einem Zustand der Maya
– der Illusionen und Selbsttäuschungen – befinden, dann muss
zuerst diese Selbsttäuschung aufgelöst werden, bevor irgendetwas
anderes erkannt werden kann.

„Ich weiß, dass ich nicht weiß“, ist der Beginn der Auflösung der
Selbstillusionen. Die Negation des Falschen als Voraussetzung
des Verstehens.

Gruß
nemo


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