Den Sparer braucht kein Mensch (edit.)

Beo2, NRW Witten, Mittwoch, 29.04.2015, 11:35 (vor 3913 Tagen) @ CalBaer5247 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.04.2015, 11:47

"den Sparer braucht kein Mensch"
Die von mir zitierte Aussage von PCM, dass kein Mensch den Sparer braucht, zielt auf die irrige Vermutung, dass Banken bei ihnen angelegtes „Geld“ als Kredite weiterreichen würden.

Aja, Danke der Klaerung des Kontexts. Banken verleihen natuerlich nicht eingelegtes Geld, sondern Banken muessen es von den Kunden zurueckleihen, was sie selbst in Umlauf gebracht haben - und zwar aus verschiedenen Gruenden. Das passiert auch massiv in Form des Sparens. Ohne Sparen geht es also nicht.
Wuerde man die Sparbetraege zum Konsum zwingen, erzielte man zwar eine voruebergehende wirtschaftliche Belebung aber gleichzeitig minimierte man damit das Kreditschoepfungspotential der Banken um Jahrzehnte, womoeglich bis auf des Niveaus nach dem 2 WK.

Erstens, durch Geld-Ausgeben (Konsum & Investition) seitens Nichtbanken ändert sich die vorhandene Geldmenge nicht im geringsten. Sie wechselt nur ständig den Besitzer. Auch bei Banken ändert sich dadurch gar nichts, da ihre Zuflüsse und Abflüsse an ZBGeld sich praktisch ausgleichen - erst recht bei reger Wirtschaftstätigkeit. Per Saldo gibt es da also keinerlei Abfluss, wenn ihre Kunden fleißig konsumieren und in Sachwerte investieren.

Zweitens, die ZB kann jederzeit beliebige Menge an ZBGeld in den Bankensektor nachschießen, wann immer benötigt. Sie benötigt dafür nicht einmal willige Kreditnehmer, sondern kauft einfach irgendetwas (z.B. Finanzprodukte, Devisen, Aktien etc.) .. oder gibt das Geld einfach dem Finanzminister, der es gerne ausgibt.

Drittens, da wäre auch noch das Instrument der vorgeschriebenen Mindestreserve an ZBGeld bei den Banken. Diese könnte schadlos erhöht werden .. schrittweise bis sogar auf 100%. Alles kein Problem.

Also: Den Sparer braucht wirklich kein Mensch.

Mit Gruß, Beo2


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