Ja, "erfundene Probleme" gibt es ..

Beo2, NRW Witten, Sonntag, 26.04.2015, 22:28 (vor 3971 Tagen) @ Nico5456 Views

.. um politisch "passende Lösungen" etablieren zu können. Dies geschieht täglich in allen Bereichen. Auch werden "benötigte Probleme" bewusst erzeugt.

Ich finde es aber wichtig, zu erwähnen, dass Zentralbanken keine Sparer benötigen, um zusammen mit den GBanken ZBGeld in Umlauf zu bringen.

Ja, „den Sparer braucht kein Mensch“ (PCM – so weit ich mich erinnere, u.a. „Sachwert schlägt Geldwert“). M.M.n. betrifft das den Kern des Debitismus als deskriptive Geldtheorie verstanden. Ich finde es bedauerlich, dass solche zentralen Grundannahmen des Debitismus kaum einmal eine konstruktive Anwendung finden – vielmehr zwischenzeitlich längst zur Disposition gestellt werden, wenn sie auf den Begriff des Debitismus gerne mal gegründeten, zweifelhaften politischen Ansprüchen nun einen Konflikt bedeuten.

Danke für den Hinweis. Der @Dottore muss wohl mehr "drauf" gehabt haben, als hier von seinen Fans (verdreht und verzerrt?) kolportiert wird. Und Ja, bin mir über diese "zweifelhaften politischen Ansprüche" ziemlich im klaren.

Im übrigen, ich verstehe mich durchaus als einen Vertreter des richtig verstandenen "Debitismus".

Dafür werden lediglich Sicherheiten von Kunden der GBanken benötigt (z.B. Staatsanleihen).

Diese Sicherheiten werden nur in dem bestehenden System benötigt, nicht aber prinzipiell.

Ja, "Staatsanleihen" sind völlig überflüssig .. zumal sie als Schuldscheine des FM keine echte, d.h. keine pfändbare Deckung aufweisen. Indirekt sind sie allerdings durch die zahlreichen staatlichen Leistungen, die damit finanziert werden, mindestens "gerechtfertigt". Hier meine Diskussion (ff) dazu:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=351201

Sicherheiten bedeuten leicht erkennbar einen betriebswirtschaftlichen Aspekt, und die ZB ist KEIN Betriebswirt.

Das sehe ich genauso. Die Bundesbank ist eine Währungs-, Finanz- und Aufsichtsbehörde des Staates und eine staatseigene Hausbank. Sie könnte direkt die notwendige Staatsverschuldung finanzieren und zugleich deckeln (bei max. 50% des BIP), zinslos versteht sich.

Natürlich ist es von sich aus bereits suspekt, dass vom Staat gezeichnete Anleihen gerne als Sicherheiten für ZB-Geld als logisch akzeptiert werden. Wer so argumentieren will, muss nun geneigt sein, die ZB als Privatier aufzufassen. So kennzeichnet also auch Heinsohn Zentralbanken u.a. hier gerne als „Häuser“. Angeblich stünde die Frage im Raum, „wann eigentlich eine Nationalbank bankrott sei“. Im Folgendem Behandelt er die ZB nun einfach wie einen Betriebswirt, welcher u.U. auch Verluste machen würde. Also die typische Leier aller Marktfundamentalisten.
In Wahrheit ist die ZB niemals ein Betriebswirt, und kann weder Verluste machen, noch bankrott gehen. Was sie aber schon kann, ist das Volk zu betrügen, und hierfür Professoren zu engagieren, welche dieses nun mit Kauderwelsch-Nebelkerzen flankieren.

Ganz meine Rede! An das staatseigene gZM kommt hinsichtlich der Sicherheit und Bonität keine Privatwährung jemals auch nur in die Nähe. Vergleiche z.B. doch nur das windelweiche Giralgeld der Geschäftsbanken .. welches selbst dessen Emittenten nur mit der Kneifzange anfassen und untereinander als Zahlungsmittel kompromisslos zurückweisen.

Kern dieses Betruges ist die globale Staatsverschuldung, welche einzig zur Unterdrückung der Menschheit inszeniert wird.

Zudem werden den Steuerzahlern Jahr für Jahr saftige Zinszahlungen abgezockt, gedacht für die Ewigkeit .. bisher ca. 1000 Milliarden in den letzten 60 Jahren. Für Nichts.

Staaten sind aus leicht verständlichen Gründen auf keine Verschuldung angewiesen, weil sie ihr Geld selbst erzeugen können (könnten). So werden nun Probleme konstruiert, wo keine sind, um sie nun lösen zu können – ein wahres Ur-Prinzip. In dem hier gegebenen Zusammenhang sind es die Inflation oder der Staatsbankrott, vor denen uns die Elite zu schützen vorgibt, während sie uns dabei das Fell über die Ohren zieht.

Exakt. Wir sind aber diesen Hütchenspielern und Trickdieben endlich auf die Schliche gekommen .. und werden daraus Konsequenzen ziehen.

Dieses ZBGeld ist dann völlig ausreichend, damit GBanken zusätzlich ein Mehrfaches an Kreditvolumen vergeben können.

Dieses „ZB-Geld“ ist dadurch „ausreichend“, dass es Gesetzliches Zahlungsmittel bedeutet, und somit alle Ansprüche aus dem von dir genannten „mehrfachen Kreditvolumen“ befriedigen kann [...]

Keinerlei verzinslichen Spareinlagen und nutzlos rumliegende Liquidität (außerhalb der Realwirtschaft) werden benötigt.

Die Verzinsung von Spareinlagen kann nur darin eine Rechtfertigung finden, als dass sie als Investition in das Anlagevermögen des jeweiligen Geldemittenten angesehen werden kann.

Ich habe durchaus keine Einwände gegen eine Verzinsung von Spareinlagen durch private Geschäftsbanken .. wenn es sich für diese aufgrund ihrer Zinserträgen aus Kreditvergabe rentiert. Das sollte die Domäne der Privatbanken bleiben. Die Notenbank bzw. Monetative sollte sich da m.M.n. ganz heraushalten.

Auch bin ich der Meinung, dass Kredite an Nichtbanken mindestens mit einem gesicherten und ausreichenden Einkommen besichert werden müssen, ja auch ZB-Kredite an Nichtbanken, sollte es solche in Zukunft geben.
Die Prüfung der Bonität eines Kreditnehmers (dessen Tilgungsfähigkeit) und Haftung bei Tilgungsausfällen sollte grundsätzlich Privatbanken überlassen bleiben .. eben den "Betriebswirten", wie Du es nennst. Die können es am besten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies (für Korruption grundsätzlich anfällige) Beamte einer Staatsbank tun könnten oder sollten. Auch hierzu gab es schon von mir etwas genaueres:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350114

Dieser Geldemittent muss also ein vom Konkurs bedrohter Betriebswirt sein – allgemein vom Konkurs bedroht (wie alle Betriebswirte - fallibel), und nicht notwendigerweise außerordentlich, wie man hier hätte fälschlich vermuten können.

Es muss nicht unbedingt der (staatliche) Geldemittent sein, der Sparanlagen'möglichkeiten anbietet und verwaltet (= Vermögensverwalter), warum auch immer. Dies sollte ebenfalls eine Domäne privater Banker (Kreditvermittler) sein.

PS: Ich freue mich stets über deine sachkundigen Beiträge, Beo2, aber an diesem Punkt gehst du wohl Heinsohn auf den Leim, welcher – wie es halt so üblich ist – Probleme erst konstruiert, um sie dann selbst lösen zu können.

Ich danke Dir für die positive Rückmeldung. So etwas freut natürlich. ((-:

Das mit meiner angeblichen "Konstruktion von Problemen" musst Du mir bei Gelegenheit nochmals genauer erklären.

Mit Gruß, Beo2


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