Richtig. Folgen von Geldsparen vs. Geldausgeben (edit.)
"den Sparer braucht kein Mensch"
Das ist ein so dahingesagtes Zitat ohne genaue Quellenangabe. In welchem Kontext die Aussage steht, kann hier niemand nachvollziehen.
Na, dann wäre eine Recherche angesagt, ob und wo genau das drin steht. Ich kenne die Schriften von PCM nicht. Gleichwohl bin ich ein Vertreter des Debitismus, richtig verstanden allerdings.
Vielleicht kann uns der @Nico weiterhelfen.
Dass die Schulden der einen die Guthaben der anderen darstellen, ist doch hier eine Binsenweisheit. Und wo sollen die Guthaben denn hin, wenn Kredite aufgenommen werden?
Das ist zwar eine mir wohlbekannte Binsenweisheit, dass nämlich Guthaben = Schulden = Kredit, aber nicht das Thema dieses Threads. Das Thema hier war und ist: (angstgetriebenes) Horten & Sparen von Geld bzw. "übermäßige Guthaben-Schulden-Bildung", relativ zum BIP-Wachstum gesehen, und die Folgen für die Volkswirtschaft.
Übrigens, vorhin hast Du noch behauptet:
Geldhortung = Basis der Kreditschoepfung ...
Also: Guthaben-Schulden-Bildung (Geldhortung) sei d.M.n. die "Basis für Kreditschöpfung". Nun behauptest Du:
Guthaben sind nun mal eine zwangslaeufige, unvermeidbare Folge der Kreditschoepfung. Die Abschaffung der Sparguthaben ginge nur mit Abschaffung des Kredits zu bewerkstelligen.
Also, was soll ich mit diesen windigen Winkelzügen und Hakenschlagen von Dir anfangen? Und weiter im vorausgegangenen Posting:
Diese Guthaben dienen als Basis (Eigenkapital) fuer die weitere Ausweitung der Geldmengen per Kreditschoepfung. Es gibt zwar verschiedene Gruende zu horten, aber es muss sogar gehortet werden, andernfalls funktioniert die Kreditschoepfung gar nicht.
Also, was gilt nun: Ist Kreditschöpfung die Basis für Geldguthaben, oder stimmt's anders herum?
In einer Welt ohne Guthaben wuerde eine private Geschaeftsbank, die selbst privat haftet, ohne Eigenkapital so gut wie keine laengerfristigen Kredite vergeben. Der privatwirtschaftliche Mechanismus der Kreditschopefung, welcher ohne Guthaben funktionieren soll, erschliesst sich mir einfach nicht.
Niemand redete davon, dass Guthaben-Schulden ganz abzuschaffen seien. Bitte um Zitat, wo ich so etwas gesagt haben soll. Es gäbe dann gar kein Geld (Kaufkraft) und keine Geldwirtschaft mehr. Ich redete von einer relativen Begrenzung derselben, im Verhältnis zum BIP.
Ich redete vom zügigem AUSGEBEN von Guthaben - nämlich für Waren und Dienstleistungen der Realwirtschaft - damit Schuldner tilgen können und sich neu zu verschulden bereit sind. Ich redete von volkswirtschaftlich notwendiger Bremse beim Konsum- & Investitionsverzicht oder -unvermögen in der breiten Bevölkerung, sofern mehrheitlich keine Rezession gewünscht wird.
Ich redete davon, dass die Menge an monetären Guthaben-Schulden im Verhältnis zum BIP begrenzt werden muss. Z.B. sollte die Staatsverschuldung, welche ja private Geldguthaben/-vermögen ist, auf keinen Fall mehr als 50% des BIP betragen. Habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt?
Und wovon redest Du?
Für Diejenigen, die es noch nicht verstanden haben: Durch zügiges Ausgeben (anstelle der Geldhortung) werden Guthaben nicht gemindert, nicht um einen einzigen Cent, sondern wechseln lediglich den Besitzer, und zwar zügig. Die ULG der Geldvermögen steigt. Das wäre ein Segen für die Volkswirtschaft.
Noch eine Klarstellung zum Geldhorten/-sparen: Beim Geldhorten wächst das Geldvermögen des Sparers trotz gleichbleibendem Einkommen. Oder: Das Wachstum der Geldguthaben/-vermögen ist steiler als das Wachstum der Einkommen. Genau dies ist volkswirtschaftlich schädlich .. und heutzutage der Fall.
Zu guter Letzt nochmals meine Fragen: Wer braucht wozu Kredit, wenn Alle darauf versessen sind, Geld zu horten? Und Zusatzfrage: Womit sollen dann die Schuldner tilgen?
Mit Gruß, Beo2