Da es mitunter keine absoluten Messwerte gibt, ist alles noch komplizierter ...
Zuletzt schön zu bestaunen an einer künstlichen Diskussion über
angeblich hundert Meßpunkte, die sinkende und tausend, die steigende
Meeresspiegel beweisen sollten, ohne jeglichen Beleg für auch nur einen
der hypothesierten 1.100 Punkte, dann dem Strohmann-Argument, daß aber,
"wenn es so wäre" (ja, isses nu so, oder nicht???) dann die "Truther" (wer
immer das sein soll - der nächste eristische Strohmann!) aber bestimmt nur
die hundert für sich reklamieren und den Rest ignorieren würden.Mein Argument: entweder steigen die Ozeane überall oder nicht, dann sind
10% dem widersprechende Meßwerte etwas, das man als Widerlegung einer
Theorie (Einstein hätte ein widersprechendes Datum genügt!)
ansehen darf - 'Truther' hin oder her. Stattdessen wird wider
alle physikalische Theorie und Messung behauptet, Wasser sei nicht
stets plan - natürlich ist es das, auch auf einer Kugelfläche - einfach
mal mit Kurvendiskussion befassen und dann feststellen, daß zu jedem Punkt
der Erdoberfläche eine (infinitesimale) Wasseroberfläche (so dort Wasser
ist) gehört, die exakt flach/plan/horizontal zur Erdanziehung ist.
Am Besipiel der Meeresspiegeldiskussion kann man wunderbar sehen, wie kompliziert die Zusammenhänge sein können.
Erste Frage:
geht eine Pegeländerung zwingend mit einem erhöhten Mengeneintrag an Wasser einher, z.B. durch schmelzende Polkappen (soweit das Landeis betroffen ist), oder kann es auch andere Mechanismen geben, z.B. Verdrängungen durch tektonische Bewegungen (Hebungen) am Meeresboden? (das wäre eine klimatische Sonderausprägung, die man früher Geophysik genannt hätte)
Zweite Frage:
Warum sollten die Ozeane an allen Messpunkten zwingend gleichermaßen steigen oder fallen?
Das einzige, was nach meinem Verständnis pro Messpunkt gemessen wird, ist der Pegel bezogen auf den jeweiligen Messpunkt. Nun müsste man jeden einzelnen Messpunkt genau analysieren: hat er sich selbst über die Zeit verändert, oder nicht?
Man sagt der Erdkruste ja nach, dass sie in Bewegung sei. Manche tektonische Platten sollen sich heben, andere dagegen senken, und somit auch die jeweiligen sich darauf befindlichen Messstationen.
Was ist mit dem gern genommenen Maledivenbeispiel?
Steigt der Meeresspiegel am Malediven-Messpunkt, weil mehr Wasser in den Ozeanen ist?
Oder sinken die Malediven gegenüber einem konstanten Pegel, weil die drunter liegende tektonische Platte sich senkt? Oder weil die lokale Riffstruktur, auf die die Inselgruppe aufbaut, sich verdichtet oder zerbröselt? Oder steigt der Pegel, weil irgendwelche anderen unterseeischen tektonischen Platten sich heben und das Wasser halt irgendwo hin muss?
Oder ist es einem Mischung aus allem? Wenn ja, wie groß ist welcher Anteil?
Mir ist das alles jedenfalls nicht klar.
Beste Grüße,
R.
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