Blütezeit der Rosinen

Zarathustra, Freitag, 30.12.2016, 12:09 (vor 3359 Tagen) @ Literaturhinweis3621 Views
bearbeitet von Zarathustra, Freitag, 30.12.2016, 12:13


http://www.issw.ch/dienstleistungen/publikationen/pdf/7659.pdf


Tja, da will ich mal zitieren:

"Das wichtigste Ergebnis dieser Studie (MENZEL et al. 2006) ist aber,
dass Länder mit stärkerer Temperaturerhöhung auch deutlichere
Änderungen in der Phänologie aufweisen. So sind die Erhöhung der
Frühjahrstemperatur und die Verfrühung von Blüte und Austrieb in
Ländern West- und Zentraleuropas (z. B. Spanien, Belgien, Deutschland,
Dänemark) besonders ausgeprägt, während in Südosteuropa (Slowakei,
Griechenland) Verspätungen zu beobachten sind
(Abb. 5)."

(Hervorhebung von mir.)

Das ist das, was nicht nur
Monckton
kritisiert
: cherry-picking data.

Gerade nicht, da sie es ja erwähnen. Wenn zum Beispiel 1'000 Standorte einen Meeresspiegel-Anstieg melden und deren hundert eine Absenkung, dann ergibt dies mit hoher Wahrscheinlichkeit netto einen Anstieg. Die Truther-Fraktion wird die 100 Standorte dann als 'Beleg' hernehmen, dass der Meeresspiegel nicht steigt.

Auch der Rest der Veröffentlichung ist angreifbar,


Angreifbar ist alles, wenn ein komplexes System analysiert wird. Das ist wie bei Anschlägen und Terror-Events. Nereus beispielsweise wird auch in Zukunft auf Ungereimtheiten stossen und diese als Beleg für seine These verwenden.
Das Klima ist allerdings komplexer als ein Amoklauf; und noch unberechenbarer als nereus, Du und ich.

z.T. gar an den
Haaren herbeigezogen
, wie viele Studien, auch z.B. in der sich
wissenschaftlich brüstenden, aber des Englischen nicht mächtigen
'evidenz'blasierten Medizin.

Allein, daß sie nur den Zeitraum ab 1971 berücksichtigen, in dem es, das
bezweifeln ja Wissenschaftler gar nicht, Erwärmungen gab - auch abseits
von genüßlich genutzten
Wärmeinseleffekten.
Nur: sie sind z.T. zum Stillstand gekommen und zum größeren Teil kleiner
als in Perioden davor. Das ist nicht wissenschaftlich, sondern
Rosinenpickerei, um sich weiterhin an Forschungströgen zu mästen (vermute
ich - vielleicht ist es
auch nur
Blödheit
).

Behaupten und vermuten kann man vieles. Das ist aber nicht wissenschaftlich.
Ein überwiegender Teil der Klimaexperten glaubt halt den Thermometern und dem gemessenen Meeresspiegel-Anstieg. Einige bestreiten es halt, weil man ihnen auch den Meeresspiegelanstieg nie wird beweisen können in einer Art und Weise, die diese 'Skeptiker' befriedigen würde. Das ist schlicht und einfach unmöglich. Die Klimawissenschaft betreibt - im Gegensatz zu den Truthern - insgesamt gerade keine Rosinenpickerei, sondern versucht ein Gesamtbild zu vermitteln aus der Masse an Daten aus den unterschiedlichsten Bereichen.

http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/gegenwart/klima-trends.html


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