Der Ozean ist keine Badewanne

Zarathustra, Freitag, 30.12.2016, 13:05 (vor 3359 Tagen) @ Literaturhinweis3557 Views

cherry-picking data.

Gerade nicht, da sie es ja erwähnen. Wenn zum Beispiel 1'000 Standorte

einen Meeresspiegel-Anstieg melden und deren hundert eine Absenkung, dann
ergibt dies mit hoher Wahrscheinlichkeit netto einen Anstieg.

D'accord. Da aber sich die Schwerkraft nicht geändert haben dürfte, und
Wasser, wie jeder in seiner eigenen Badewanne oder im Badetümpel
beobachten kann, dazu neigt, sich plan zu verteilen, kann es eigentlich,
bezogen auf Ozean-Mittelstände, keine solchen Abweichungen geben.


Doch, denn der Ozean ist bekanntlich keine Badewanne, sondern ein zerklüftetes Gebilde, in welchem die (sich ändernden) Strömungen einen Einfluss auf die Wasserhöhe haben.

Dann
sind entweder die 1.000 höheren oder die 100 niedrigeren Meßwerte falsch
- oder zumindest erklärungsbedürftig und weiterreichende Schlüsse
verbieten sich, schon gar verbietet sich Kritiker-Bashing.

Problemlos erklärbar.

Die Truther-Fraktion wird die 100 Standorte dann als 'Beleg' hernehmen,

dass der Meeresspiegel nicht steigt.

Das mag sein. Ich bin kein 'Truther', ich sage, siehe oben, daß da einige
'Wissenschaftler' besser geschwiegen hätten, bis sie diese
Unregelmäßigkeit bei etwas, das sich physikalisch plan verhält wie
Wasser, erklären können.

In diesem speziellen Fall hättest wohl besser Du geschwiegen. Und das sage ich als jemand, der Deine Beiträge im Grossen und Ganzen zu schätzen weiss.

Oder aber, da Wasser sich plan verhält,


Tut es - aus den genannten Gründen - eben nicht.

Beste Grüsse, Zara


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