Es gibt DREI Parteien in der Klimadiskussion
Die erste und finanziell am besten ausgestattete Seite sind die Klimaforschungsinstitute, die sich ihren Platz am finanziellen Trog des IPCC warmhalten wollen. Die zweite Partei sind Wissenschaftler, die von seiten der fossilen Brennstoff- und Kernindustrie finanziell, wenn auch weniger üppig, ausgestattet werden. Da die gesamte Universitätslandschaft und das Karriere-System in der Wissenschaft jedoch eher von der ersten Riege beherrscht werden, ist es auch mit viel Geld kaum möglich, Wissenschaftler zu finden, die sich dafür 'kaufen' lassen. Auch dies schränkt daher den Wissenschaftlerpool der Ölindustrie ein.
Zudem ist es so, daß sämtliche Großrechner in Händen der ersten Riege sind, d.h. immer, wenn der "nächstschnellere" Klimarechner angeschafft wird, dann von einer staatlich finanzierten Großforschungseinrichtung, die anderen gehen an militärische Forschungsinstitute. Die Wetterdienste, die über solche Rechner verfügen, sind allesamt staatlich, private Wetterdienste sind in den Supercomputer-Ranglisten, soweit ich diese inspiziert habe, nie zu finden.
Aber diese beiden Seiten interessieren mich nur am Rande, denn ich strebe wissenschaftliche Unabhängigkeit an. So, wie man Wikipedia in chemischen und physikalischen Durchschnitts-Fragestellungen durchaus 'blind' vertrauen kann, so sehr ist Wikipedia in Sachen Genderstudies und Klimawissenschaft voreingenommen. Solche Dinge gibt es nunmal.
Die dritte Seite, die ich für einzig wissenschaftlich unabhängig halte, sind die nicht affiliierten Klimaforscher. In Ermangelung der Forschungsbudgets der ersten und zweiten Parteien müssen sie sich darauf beschränken, mit deren Daten zu arbeiten, eine eigene Datenerhebung scheitert ebenso an der fehlenden Instrumentation, wie die Nachrechnung der Klimamodelle an der Rechenkapazität scheitern würde.
Angesichts dieser enormen Waffenungleichheit muß man feststellen (ich jedenfalls kann das feststellen), daß diese unabhängigen und unparteiischen Geister die einzigen sind, die zur Versachlichung einer Klimadebatte, die von Scharlatanen wie Al Gore und Pachaury gekapert worden war, beitragen können. Gäbe es diese mutigen, ihre sonstigen Karrieren auf's Spiel setzenden unabhängigen Wissenschaftler nicht, wären die Lügenbeutel Gore und Pachaury nie enttarnt worden. Schon das ist bedenklich: daß die Klimawissenschaft über erkennbar keine Selbstreinigungskräfte verfügt.
Daß man, Stichwort Climategate, genau diesen Unabhängigen Daten vorenthalten wollte (die Rechenmodelle sind eh nie transparent!!!) und diese immer wieder persönlich angreift von seiten der Klimalobby (Wissenschaft ginge anders, dort ist so etwas verpönt), das zeigt mir am drastischsten, daß deren Kritik stets von neuem den wunden Punkt trifft.
Zuletzt schön zu bestaunen an einer künstlichen Diskussion über angeblich hundert Meßpunkte, die sinkende und tausend, die steigende Meeresspiegel beweisen sollten, ohne jeglichen Beleg für auch nur einen der hypothesierten 1.100 Punkte, dann dem Strohmann-Argument, daß aber, "wenn es so wäre" (ja, isses nu so, oder nicht???) dann die "Truther" (wer immer das sein soll - der nächste eristische Strohmann!) aber bestimmt nur die hundert für sich reklamieren und den Rest ignorieren würden.
Mein Argument: entweder steigen die Ozeane überall oder nicht, dann sind 10% dem widersprechende Meßwerte etwas, das man als Widerlegung einer Theorie (Einstein hätte ein widersprechendes Datum genügt!) ansehen darf - 'Truther' hin oder her. Stattdessen wird wider alle physikalische Theorie und Messung behauptet, Wasser sei nicht stets plan - natürlich ist es das, auch auf einer Kugelfläche - einfach mal mit Kurvendiskussion befassen und dann feststellen, daß zu jedem Punkt der Erdoberfläche eine (infinitesimale) Wasseroberfläche (so dort Wasser ist) gehört, die exakt flach/plan/horizontal zur Erdanziehung ist.
Solche unwissenschaftlichen und unehrlichen Diskussionen bin ich nicht bereit zu führen. Weder wurde auf die Kritik der NOAA-Daten noch auf meine Würdigung der verbalen Eigen-Äußerungen der Schweizer staatlichen Meteorologen eingegangen, stattdessen Dreckkübel ausgeschüttet. Versachlichung sieht anders aus.
Was mögen wohl die Betroffenen in dem Zusammenhang zu den hier immer wieder aufkommenden, nutzlosen Streitereien sagen?
Es ist weder ein Streit (von meiner Seite - daher habe ich es ja abgebrochen) noch nutzlos. Der Nutzen läge, würde wissenschaftlich gearbeitet, im Erkenntnisgewinn, und sei es, daß aufgrund mangelnder, widersprechender Daten man es 'jetzt' noch nicht genau wissen kann.
Sowohl die Schweizer Daten wie der Deutschlandfunk kranken, das hatte ich jetzt mehrfach ausgeführt, daran, daß in Klimafragen Datensätze und -reihen, die nur wenige Jahrzehnte (ab 1971 die einen) oder gerade mal anderthalb Jahrhunderte (ab 1864 die anderen) umfassen, keine Basis sind, um langfristige Aussagen zu treffen.
Um es für Laien besser zu veranschaulichen: wenn ein Geburtshelfer aus den ersten drei Tagen Wachstum eines Neugeborenen in seiner Obhut 'berechnen' wollte, welche Schuhgröße es später als Erwachsener mit 25 Jahren haben werde, würde jeder sich still an die Stirn tippen und sich schaudernd abwenden.
Ähnliches gilt für Datenreihen über anderthalb Jahrhunderte, gar nur ab 1971 in Klimafragen.
Das dürfte auch durch Schellnhuber, Latif, Mann und Hansen kaum zu widerlegen sein, es sei denn, diese fühlen sich mittlerweile so sicher, daß ihnen Lächerlichkeit nichts mehr ausmacht.
Dabei will ich es aber bewenden lassen. In fünfzig Jahren, dreißig Jahre nach McPhersons Ende der Menschheit, sprechen wir uns wieder, bei ähnlichen 'Durchschnitts'-Temperaturen wie heute, sofern nicht bis dahin eine Eiszeit die von den Alarmisten herbeigewünschte Hitzekatastrophe zwecks Schaffung einer die Welt unter einer Regierung einenden Katastrophe ersetzt hat.
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