Danke @Bergamr
...dass mein Beitrag bei Dir nicht auf taube Ohren trifft, wie dass bei anderen Systemlingen der Fall ist. Das zeigt, dass es eine Kommunikation zwischen uns beiden gibt, die Chance auf ein neues soziales System. Spaß beiseite.
Dass Deine Kritik sachlich, präzise und fundiert wäre, habe ich ja gar nicht gehofft, hast mich also auch nicht enttäuscht.
Zumindest hat mein Beitrag (und wahrscheinlich schon etliche Beiträge vor mir von anderen) bei Dir ein gewisses Unbehagen oder gar Frustration ausgelöst. Wie kann es jemand wagen, das System in Frage zu stellen und als Halluzination abzutun, in dem man sich sein Leben lang abplagt und seine Kämpfe (gegen Windmühlen) ausficht.
Und dann kommen so Menschen wie ich, @Zara oder Konstantin daher und negieren das einfach so. Ohne Kampf, Widerstand oder Jammern. Ich kann Dein Frust verstehen. Da unterstellt Dir einer mit verschwurbelten Monologen zu halluzinieren um auch noch gleich den Sinn Deiner Lebensgrundlage in Frage zu stellen.
Da Du Dir aber die Mühe gemacht hast, zumindest meinen Beitrag zu erwidern, will ich mich nicht lumpen lassen, und gehe auf Deine Antworten ein. Ich erwarte nicht, dass Du mein Geschriebenes verstehst oder annimmst. Also ganz locker und ohne Erwartungsdruck lesen:
Hallo SUCRAM,
eine beeindruckende Rede. Eine schön formulierte These. Ein gelungener
Ansatz einer neuen Utopie.Kann ich noch mehr positives sagen?
Sehe nicht, wo ich etwas "utopisches" skizziere oder als These aufstelle. Vielleicht beschreibe ich wie ich soziale Systeme sehe und damit Möglichkeiten, oder auch nur eine davon, aus dem aktuellen, weltumspannenden, menschenverachtenden, versklavenden und hin zur ultimativen Selbstvernichtung rasenden System heraus etwas neues, ursprüngliches und natürliches anzufangen. Dabei ist Anfang nicht wirklicher Null-Punkt, denn wir knüpfen natürlich an das bestehende soziale System mit seinen Kommunikationsstrukturen, Denkweisen und äußeren Formen an. Ex-nihilo gibt es also auch bei sozialen Gebilden nicht. Wie das neue Zusammenleben im Einzelnen aussehen mag, kann ich nicht zu sagen. Das wird sich von allein ergeben.
Nein. Denn: außer platten Wahrheiten wie passiver Widerstand oder
Generalstreik zu huldigen, ist Deinen Ausführungen nichts zu entnehmen.
Warum schreibst Du das? Ich sehe an Deinen anderen Beiträgen, dass Du lesen kannst. Bitte nochmal überprüfen, ob ich irgendwo von "Generalstreik" (oder auch Synonyme und Beschreibung solcher)oder passivem Widerstand schreibe. Im Gegenteil: Nichts ist mir ferner als der WIDERstand gegen das System. Es ist ein Ausklinken, und all das, was ich in diesem System noch zu tun habe, mache ich in vollem Bewusstsein und mit einem Lächeln des Wissenden.
Aber ich ergänze gerne dazu, dass ich mich natürlich nie wehrlos auf die Schlachtbank führen lassen werde.
Netter Vortrag, vielleicht sogar aus gesichertem Rückraum, aber nichts
Substantielles für direkt Betroffene. Und direkt betroffen sind wir alle,
egal, auf welchem Kontinent, in welchem Land, in welcher Gemeinde. Selbst
in Bonobohausen.
Nie werde ich verstehen, wie wildfremde Menschen sich ein Urteil über meine persönliche Situation erlauben. Selbst wenn es nur spekulativ ist. Woher weißt Du von meinen Rückräumen, oder ob ich direkt oder sonst wie betroffen bin? Hab ich jemals behauptet, auf Deine (Eure, den "direkt betroffenen") Probleme Antworten geben zu wollen? Kann ich gar nicht, weil es eben nicht meine sind. Mir sind Eure Politiker, Flüchtlinge, PEGIDA und all das egal*. Das, was Ihr kommunizieren wollt, erreicht mich nicht mehr.
Trotzdem bin ich der Meinung, etwas Substanzielleres als sich insgesamt vom System zu trennen, dass all Eure Probleme als auch die (m.E. wirklich wichtigen) Probleme, die alles um uns herum betreffen, hervorruft, gibt es nicht.
Übrigens bekommen die in Bonobohausen von Euren Problemen gar nichts mit, es sind nicht die ihrigen. Ihr generiert aber sehr wohl ein Problem für die anderen, wenn sie nämlich in ihrem Lebensraum verdrängt oder ganz vernichtet werden durch ein weltumspannendes soziales System, das nicht in der Lage ist, eine Koexistenz aufzubauen, sondern ständig hochbuchen, expandieren und versklaven muss. Es ist in ihm so angelegt. Das System will es so.
Du schreibst, daß durch Verweigerung der Kommunikation der Kontakt zum
\'Zwingherrn\' unterbrochen wird. Theoretisch kann er jetzt nur noch
physisch gefoltert werden, da ja geistig nicht mehr erreichbar.
Nur, wer macht denn sowas? Ein Einzelner? Und, hat der Einzelne keine
Familie, Frau, Kinder, Verwandte, Freunde? Was, wenn die betroffen sind?
Wer macht was?
Verstehe Deine Frage nicht.
Ich weiß nicht, wie weit ich gehen könnte. Ich weiß das nicht mal, wenn
ich mir das (theoretisch) ohne irgendwelche Zugehörigen überlege.
Keine Ahnung wovon Du sprichst. Wirklich. Wie wie weit? Wohin sollst Du denn gehen sollen?
Ich empfinde nur dieses staubtrockene Ex-Katheter-Gerede als Zumutung für
jeden, der nicht in wohlig-trockenen Theorietüchern warm eingepackt ist,
sondern sich mit der ihn umgebenden Raubtierwelt auseinandersetzen muß.
Keiner zwingt Dich, sich mit dieser "Raubtierwelt" auseinanderzusetzen. Es gibt genügend Alternativen. Also jammer nicht.
By the way: Ich setze mich ebenfalls immer noch mit Deiner Welt auseinander. Wiederhole aber, dass das freiwillig und bewusst und auf minimalem Level geschieht, weil ich noch keine Alternative für mich und meine zwei Kinder gefunden habe. Deswegen die Auseinandersetzung mit möglichst vielen "Befreiten" hier und anderswo.
Hiermit gebe ich auch gleich den Vorwurf zurück: Von Euch kommt nichts Substanzielles, wie man denn sinnvoll an das alte System anknüpfend, neue soziale "Organismen" formen kann, in der, über die nächsten Generationen, der Mensch endlich wieder Mensch sein kann und mit und in der Natur koexistiert, ohne seine und anderer Lebensgrundlagen zu vernichten. Deswegen lese ich Eure Threads schon gar nicht mehr. Siehst Du, wir leben in einer Welt; aber doch in zwei unterschiedlichen Welten.
Somit: Um so überraschter bin ich, Dich hier zu sehen. Es zeugt doch von einem gewissen Interesse.
Vielleicht mache ich Dir absolut unhaltbare Vorwürfe, vielleicht verstehe
ich Dich auch ganz falsch (oder auch gar nicht). Aber das nachfolgende
Zitat von Dir:
Nein, aus Deiner Perspektive und Konditionierung ist das schon in Ordnung.
empfinde ich als großen theoretischen Geschwurbelwust. Ich versuche mein
ganzes Leben schon, ein eigenverantwortliches, nicht auf Sicherheitsdenken
beruhendes Leben zu führen. Und in der jetzigen Situation versuche ich
durch persönliches Beispiel, zu einer möglichst friedlichen
Konfliktlösung beizutragen. Ich empfinde es aber als kontraproduktiv, in
einer Situation, die aktives Handeln erfordert, sich in theoretischen
Abhandlungen über Utopien (=Heilsbotschaften) auszulassen.
Möchtest Du jetzt ein großes Lob? Weil Du braver, verantwortungsbewusster Sklave warst/bist? Du jammerst schon wieder. Du bist echt frustriert. Kein glücklicher Sklave. Das ist schon mal ein Anfang.
Wie verantwortlich warst Du denn Dir gegenüber? Immer schön zur Wahl gegangen? Immer schön morgens um 7Uhr im Büro erschienen? Immer fleißig? Nie gebummelt? Immer schön Steuern gezahlt? Nie Sozialleistungen in Anspruch genommen? Hin und wieder Bio-Produkte gekauft un das Gewissen zu beruhigen? Immer schön auf die Obrigkeit, Politiker (ich hab die ja nicht gewählt, gell..) und Reichen geschimpft. Immer ein wenig links gewesen, bis rechts-konservativ sein wieder in war. Erst gegen den kommunistischen Russen sein, dann mal gegen die usrealitische NWO.
Ich kenne dieses Leben. Nehme teilweise noch dran teil.
Dein Engagement um eine "friedliche" (ja..wo lebst Du? Keine Geschichtsbücher gelesen?) Konfliktlösung ist eine Symptombehandlung. Der Krebs sind nicht die Politiker, oder die Asylanten. Es sind wir, die das System aufrecht erhalten und tragen, ja bestimmen, welche Richtung es nimmt. Ich, als Befreiter, sehe es als kontraproduktiv an, dem System auch noch zu huldigen mit Mahnwachen und der Forderung auf Einhaltung des "Rechtsstaates" und Grundgesetze. Das ist in meinen Augen kontraproduktiv. Ja, so hat jeder seine Sichtweise.
Utopie hat bereits eine Definition. Wenn wir uns verstehen wollen, sollten wir auch die allgemein anerkannten Wortbedeutungen in ihrem zugewiesenen Kontext benutzen. "Heilsbotschaften" gehört jedenfalls meines Wissens nicht dazu.
Kannst mir gerne sagen, wo ich Dich mißverstanden hab, würde ja zu gerne
das Rezept erfahren, das mich nicht mehr halluzinieren läßt.
Hast mich nicht (miss-)verstanden. Ist aber auch nicht tragisch. Ich bin froh, dass jemand aus dem Systemapologetenbereich wenigsten Notiz von anderen Dinge außer Flüchtlingsthemen nimmt. Ich bin sogar erleichtert, dass mein "Vortrag" Unwohlsein und Frust hervorruft, und das Bedürfnis (auch wenn ein wenig "trollig" angehaucht, aber dass ist Eurer systemisch innewohnenden Arroganz zuzuschreiben), sich damit auseinander zu setzen. Mehr kann man wohl nicht verlangen. Mühsam aber stetig ernährt sich das Eichhörnchen.
Gruß
Bergamr
Gruss Sucram
*P.S.: Eigentlich geht mir die Flüchtlings- und Asylthematik an sich nicht am Ar... vorbei. Denn meine Familie deckt zum Teil seine Ur- und Kontraktschulden davon in dem wir ihnen gegen Geld helfen, Anträge zu stellen, nicht abgeschoben und menschenwürdig (soweit das überhaupt möglich ist) behandelt zu werden. Ich politisiere und moralisiere halt nur nicht.
--
"Den Staat (oder irgendwas anderes) zu bekämpfen macht ihn nur stärker.
Willst Du den äußeren Staat erschüttern, dann erschüttere den Staat in Dir." (@Konstantin)
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