Ein kurzer Blick unter die Schädeldecke des Herrn Hein
Hallo azur!
Zu Deinem Hinweis: Darf Satire wirklich alles? .. Wo der Antisemitismus blüht. möchte ich Nachfolgendes ergänzen.
Jan-Philipp Hein schreibt zur Aussage: "Wieso zetteln die Amerikaner und Israelis Kriege an und wir Deutsche dürfen den Scheiß bezahlen?"
Der Satz gehört dechiffriert, weil er tiefe Einblicke in antisemitische Gedankengebäude zulässt.
In der Tat!
Das Thema sollte wirklich dechiffriert werden.
Das alles verbirgt sich hinter Steimles Showeinlage: Die Juden (Israel) setzen mal wieder die Welt in Brand. Die Mittel, das zu tun, pressen sie den Deutschen ab, die „den Scheiß bezahlen“.
Wenn die Juden schon wieder die Welt in Brand setzen, müssen sie es schon einmal getan haben.
Davon sagt Steimle nichts, das sagt nur Herr Hein. Was müssen wir daraus schließen?
Warum das bezahlt wird, ist natürlich klar: Weil die Deutschen wegen des Holocaust ein schlechtes Gewissen haben, aus dem die Juden bekanntlich seit Jahrzehnten Profit schlagen. Um das nicht auch noch explizit sagen zu müssen, kleidet Steimle seine Gedanken in eine Frage.
Auch hier bestätigt Hein die Aussage.
Er sagt nicht, daß es falsch sei, daß Deutschland (teilweise oder komplett?) diese Kosten trägt, was dann zu widerlegen wäre, sondern er findet sich mit diesem Umstand offenbar ab und verweist dann auf den Holocaust.
Das es dieses schlechte Gewissen gibt und der Holocaust zu einem richtig guten Geschäft ausgebaut wurde, bestätigte z.B. Norman Finkelstein schon vor vielen Jahren. Und deutsche Politiker bauen seit Jahrzehnten ihre ganze Argumentation auf den "schrecklichen Ereignissen" auf.
Das sind die Fakten und gegen die kann Herr Hein, wie mir scheint, nun einmal nicht anstinken.
Aber er weiß, daß man so etwas nicht laut sagen darf.
Und was haben die Amerikaner damit zu tun? Jeder gestandene Antisemit weiß, dass Juden die US-Politik lenken.
Das hochexplosive Paket mit dem Aufkleber „Juden“ hat Herr Hein gerade selbst aufgemacht und wirft die gesamte Judenheit in einen Topf.
Aber das macht man im Falle von Amis, Russen, Franzosen und Deutschen oder Muslimen und der Katholischen Kirche auch immer, also warum sollte man das dann bei der einzigen Gruppe der Welt, die Religions- und Volkszugehörigkeit auf sich vereint, plötzlich nicht tun?
Oder ist das etwa in diesem speziellen Fall nicht gestattet?
Das würde dann die Frage provozieren. Warum HIER nicht?
Das eine Israel-Lobby existiert, weiß mittlerweile jedes Kind.
Das wissen sogar die jeweiligen US-Präsidenten. Nur Herr Hein weiß es noch nicht
Warum glauben die Kandidaten der amerikanischen Präsidentschaft, dass die Israel-Lobby so absolut wichtig für ihre Wahl ist?
Nach Monaten eines zähen und bitteren Wettrennens und gnadenlosen Kampfes hat Barak Obama seine beeindruckende Rivalin Hillary Clinton besiegt. Er hat ein unglaubliches Wunder vollbracht: Das erste Mal in der Geschichte wurde ein Schwarzer ein glaubwürdiger Kandidat für die Präsidentschaft des mächtigsten Landes der Welt.
Und was tat Obama als erstes nach diesem erstaunlichen Sieg?
Er rannte zur Konferenz der Israel-Lobby, zu AIPAC, und hielt dort eine Rede, die alle Rekorde der Unterwürfigkeit und Liebedienerei brach. Dies ist schockierend. Noch schockierender ist die Tatsache, dass niemand schockiert war.
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/28/28096/1.html
Noch Fragen, Herr Hein?
Würde so etwas ein Bundestagsabgeordneter beim Dorfschützenfest erzählen, wären „Monitor“, „Panorama“, „Fakt“ und wie die ganzen Investigativformate bei der ARD so heißen voll dabei und könnten es kaum erwarten, den verwackelten Handymitschnitt des Auftritts zu zeigen.
Und warum wären sie so scharf darauf?
Weil es falsch ist?
Dann könnten es die sogenannten Investigativformate schlicht und ergreifend abwehren bzw. das Gegenteil beweisen. Recherche ist doch eine Kernkompetez der Medien oder etwa nicht?
Kamerateams würden den Delinquenten an der Wohnungstür abpassen und „Was sagen Sie dazu?“ fragen. Und zwar völlig zurecht.
Die Sprache ist entlarvend - den Delinquenten - also den Übeltäter.
Und warum zurecht?
Hinter diesem Gegreine versteckt sich offenbar ein tiefer Frust.
Einmal kann das Gesagte nicht substantiell widerlegt werden und andererseits – doch das kann ich jetzt nur mutmaßen – ärgert sich Herr Hein, daß er solche Zusammenhänge ggf. nicht selbst aufklären darf. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Aber vielleicht tut er es ja noch.
Im komikorientierten Nachtprogramm der ARD gehen solche Einlagen an der Grenze zur Volksverhetzung hingegen als Geistesblitze durch. Das Publikum applaudiert begeistert und glaubt offenbar, einem Akt der Aufklärung beizuwohnen.
Antisemitismus sei ein Verdikt, behauptete der jüngst verstorbene Günter Grass in seinem antisemitischen Gedicht „Was gesagt werden muss“. Dieser Satz war so falsch wie der Rest des Werks. Keinem antisemitisch witzelnden Kleinkünstler wird sein Treiben zum Verhängnis. Im Gegenteil. Eine Portion Judenhass gehört im deutschen Kabarett, das ganz wesentlich und gebührenfinanziert von ARD und ZDF am Leben gehalten wird, zum guten Ton.
Das antisemitische Witzeln sollte also zum Verhängnis führen.
Merkwürdigerweise dürfen die abgeschlagenen Köpfe von Jesus und Mohammed über die Bühnenbretter rollen und das wird dann auch noch als Kunst gefeiert.
Und wenn ein kopulierender Papst in einer Karikatur dem Gespött preisgegeben wird, dann gehört das zur Meinungsfreiheit.
Nur „die Judenkritik“ gehört bestraft.
Was dann konsequenterweise bedeutet: An allen Völkern und Organisationen ist Kritik erlaubt, wenn nicht gar erwünscht.
Nur die Kritik an Juden ist verboten.
Damit beweist Herr Hein, was er eigentlich in Abrede stellen wollte.
Oder wollte er das überhaupt nicht?
Wollte er nur die rote Linie aufzeigen, was gesagt werden darf und was nicht?
In diesem Kontext geht das Geschreibsel weiter und endet auch so.
Kein einziger Vorwurf konnte argumentativ entkräftet werden.
Sie wurden alle nur bejammert.
Daraus schlußfolgere ich: Die Leute haben die Wahrheit gesagt und diese Wahrheiten passen Herrn Hein oder seinen Bezahlern nicht.
Der auf der Bühne tritt eine sperrangelweit geöffnete Tür ein.
Die unten im Publikum feiern das Schattenboxen als Befreiung. Er hat sich geopfert, damit sie frei von aller politischen Korrektheit einfach mal lachen können. Ist das Kunst? Nein, das kann weg!
Herr Hein, wenn sie nichts zum Thema geschrieben hätten, hätte es das Publikum verstanden und zwar genauso verstanden, wie wir Ossis einst verstanden, wenn die Führungskraft mit gequältem Gesicht der Einheitspartei beitrat, um Karriere zu machen, sich aber ansonsten weitestgehend auf den Job konzentrierte und bei den üblichen Propagandaveranstaltungen nur das Allernotwendigste über die Lippen brachte.
Das Leben ist nun einmal nicht schwarz und weiß â€“ es ist meistens grau.
Aber Leuten, wie z.B. Annette Kahane, die viele Jahre Menschen direkt ans Messer der Stasi lieferte (es aber hätte nicht tun müssen) und jetzt den Ossis schon wieder befehlen will, wie sie zu leben haben, gehört ein für alle Mal das Mikrofon oder die Tastatur weggenommen, weil sie weder lernfähig sind noch Courage besitzen.
Sie schleimen lebenslang auf der Spur der Mächtigen.
So etwas nennt man Charakterschwein.
Gehören Sie auch zu dieser Gattung, Herr Hein?
mfG
nereus