Schwarm und Waffe

Rybezahl, Dienstag, 27.10.2015, 19:24 (vor 3798 Tagen) @ SUCRAM8535 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.10.2015, 19:31

Hallo @Rybezahl

Hallo SUCRAM!

Danke für den sehr interessanten Beitrag. Ich stimme dir zu und beschränke mich darauf, einige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Trotzdem lassen sich Entscheidungsbäume feststellen. Man muss die ja
nicht gleich verteufeln. Faktisch sind Hierarchien vorhanden.

Natürlich

kann es keine Ein-Mann-Hierarchie geben, jede Organisation wird von den
Teilnehmern getragen.


Du, ich verteufel da gar nichts. Sehe das überhaupt nicht moralisch.

Wollte ich dir nicht unterstellen. Das war ganz grundsätzlich gesagt.

Und
nicht jede Organisationsform hat Hierarchien; vielleicht sogar die
wenigsten, vielleicht sogar nur die eine.

Trotzdem wird jede Organisationsform von seinen Teilnehmern getragen.

Alle Gedanken, die darüber hinaus einen Schwarm unterstellen, sind
metaphysischer Natur. Lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.


Was ist für Dich metaphysisch? Etwas als unumstößlich Gegeben (von
Dritten, höheren Mächten, Göttern, Ausserirdischen?) zu erachten, das
nur in und durch unsere Köpfe existiert?

Metaphysisch sind Behauptungen, die sich nicht belegen lassen. Das kann man machen, muss man aber nicht. Vielleicht hilft uns an dieser Stelle eine Definition weiter. Ich habe nämlich den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Also:
Die nach debitistischen Prinzipien organisierte Gesellschaft ist ein autopoietisches System, das auch als Schwarm bezeichnet werden kann. Alle, die daran partizipieren, sind Teil des Schwarmes.
Auch die letzten unentdeckten Stämme, die rein gar nichts mit dem System am Hut haben, sind beispielsweise bei einem Atomkrieg davon betroffen. Sie zum Schwarm zu zählen ist meiner Meinung nach eine metaphysische Behauptung. So meinte ich das. Und so gesehen ist die Waffengewalt eine Tatsache, die nicht wegdiskutiert werden kann.
Ich gebe zu, dass man das Universum als Ganzes als autopoietisches System betrachten kann. Eine Denkmöglichkeit, die ich auch sehr interessant finde (vgl. z.B. George Berkeley).

@Rybezahl: Trotz Deiner teils guten Analysen und intelligenten Kommentare:
Auch Du schimpfst und beschuldigst Deine "Zwingherren" für die Misere und
das kommende "Blutsaufen".

Für manche wirkt es wie Hass, für manche wie Zynismus. Ich kann dir versichern, ich hasse den Staat nicht, darum ist es weder Hass, noch Zynismus, sondern Spott! Meine Form der Stressbewältigung. Ich fine, ich reagiere recht gelassen auf die grässlichen Konsequenzen debitistischer Gedanken.
Es macht sich bei mir sogar Gelassenheit breit.

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.


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