Die Verwirrung des politischen Denkens
Ja, aber die Frage ist bloss, wo die Mitte denn liegt. Zwischen den
Fronten der Usraelioten bei PI-News und den Kremliniden in
spiegelbildlichen Blogs und Foren (judäische Volksfront vs. Volsfont von
Judäa) kann sie wohl kaum liegen. Schon eher jenseits.
Dazu mal ein Zitat aus den Büchern von Carlos Castaneda:
„Der westliche Mensch hat es nie weiter gebracht, als bis zum politischen Menschen.“
Das scheint mir ein Knackpunkt zu sein. Der politische Mensch sieht seine eigene Natur
nicht, weil er eben politisch denkt. So bleibt er in den Scheinebenen stecken, anstatt
darüber hinaus zu denken und zu sehen was wirklich ist.
Die Frage ist nun, was hinter den Scheinebenen erscheint. Dazu hat mir ein Leser
eine Mail geschrieben und nach „Futter“ gefragt. Was soll ich darauf antworten?
Den Europäern fehlt ein Lebenssinn, der sich jenseits aller politischen und
wirtschaftlichen Vorstellungen befindet. Die Erkenntnis oder das Wahrnehmen dessen
was ist, kann die eigenen Illusionen auflösen. Alles was danach stattfindet, hängt von
jedem selbst ab. Den Lebenssinn kann einem niemand geben, er entsteht durch
das Leben selbst.
Bevor man sich nun zu einer Definition bemüht, was denn die goldene Mitte ist,
ist es notwendig, sich von den politischen Verwirrungen zu befreien. Dann wird das
Leben selbst zu einem Lehrer, der einem die goldene Mitte zeigt. Erst dann
beginnt der Verstand wieder richtig zu arbeiten und ist in der Lage, das
Offensichtliche zu sehen.
Gruß
nemo