darum

nereus, Montag, 26.10.2015, 14:19 (vor 3747 Tagen) @ KK9493 Views

Hallo KK!

Du fragst: Meinst Du den durch die Einwanderer erzeugten Frust?

Ja, der hat das Problem sichtbar verstärkt.
Gegrummelt wurde vorher schon, aber es wurden die Akteure nicht erkannt.

Wenn ja, entsteht die Veränderung nicht einfach nur dadurch, daß durch die flächendeckende Verteilung der Einwanderer immer mehr von uns direkter betroffen sind? (haben uns die Lager in Syrien, Libanon, Irak, Türkei... vorher interessiert?)

Ja natürlich.
Was weiter weg passiert, wird verdrängt, das ist nicht schön aber es ist nun mal so.

Nimmt aber derzeit die Qualität der gedanklichen Auseinandersetzung wirklich zu, oder wird es für mehr Menschen nur einfacher, sich dem Pack oder den Gutmenschen anzuschließen?

Es wird einfacher, weil klarer geredet wird.
Für komplizierte Zusammenhänge ist die Mehrheit nicht empfänglich, weil sie sich mit anderen „Sorgen“ plagt.
Die Qualität nimmt insofern zu, daß die Leute nicht mehr bereit sind alles hinzunehmen, was die Kaiserin von oben herab verordnet.
Der zähe Brei der Regierten verklumpt zusehends.
Mutti kann jetzt nicht mehr so gut umrühren und der Teig will nicht mehr so einfach in die Kuchenform.
Und sie würde so gerne etwas schönes Neues backen. [[zwinker]]

Wer ist man und wie viele sind man?

Es ist der gemeine Steuerzahler, der sich zunehmend verarscht vorkommt.
Die Anzahl dürfte bei 20 bis 25 Millionen liegen und es kommen täglich 50.000 dazu, also mehr als Flüchtlinge ins Land kommen.
Diese Zahl dürfte demnächst hyperbolisch ansteigen und aus den 50.000 werden 500.000 und noch mehr.

Ja, irgendwann versteht man vielleicht das Heute, das im irgendwann aber nur der Schnee von gestern ist; die Karawane ist unerschüttert weitergezogen.

Für das Verständnis des Heute ist meiner Ansicht nach das Verständnis des Gestern wesentlich. Ohne Ursache keine Wirkung.

Knackpunkt? Gibt es in der Komplexität einen Knackpunkt?

Ja natürlich.
Wenn die Wanne komplett gefüllt und kein Überlauf vorhanden ist, dann rinnt das Wasser in's Bad dann in den Flur usw. und so heiter.
Einen vielleicht noch bedeutenderen Knackpunkt gibt es bei einer Gas-Explosion.
Am Anfang riecht es nur streng ..

Ja, sind auch meine Erfahrungen (bis ich vom „Wissenden Erklärer“ zum „nach Antworten suchenden Frager“ mutiert bin. Seitdem ist bei viel Selbstdisziplin eine Diskussion möglich.

Zuhören kann anstrengend und/oder interessant sein.
Manchmal ist es aber einfach nur anstrengend. [[freude]]

Ja, warum eigentlich?

Weil es hier mehr Leute gibt, die sich für politische Zusammenhänge interessieren.
Auf solch eine Auswahl kann ich in meinem persönlichen Umfeld nicht zurückgreifen.

Ist der Wunsch nach Erkenntnisgewinn im GELBEN nicht schon seit längerer Zeit dem Wunsch der Selbstdarstellung, der Missionierung und der Newstickerei gewichen?

Die Selbstdarstellung, die Missionierung und die Newstickerei hat es immer gegeben.
Es gab auch die Diven, die gefeiert werden wollten und dann ihren grandiosen Abschied verkündeten, um wenig später wieder rauschend in neuem Outfit zurückzukehren.
Dann gab es die Propheten, die den Untergang des EW-oder des Gelben Forums verkündeten. Sie irrten sich bislang genauso wie die deutlich besser bezahlten Crash-Propheten.
Einige geschätzte Schreiber gingen oder wurden gegangen, was ich bedauerte
Und es gingen sogar Menschen verloren, weil sie den Weg gehen mußten, denn wir alle gehen werden.
Die virtuelle Welt vermischte sich mit der Realität.

Wer hier schreibt, stellt sich auch dar.
Wie sollte man auch seine Meinung kundtun, wenn man sie nicht äußert?
Das diese individuelle „eingefärbt“ ist, liegt in der Natur der Sache.
Nichtsdestoweniger habe ich hier eine ganze Menge lernen können und ich denke den Meisten geht es ebenso.
Hier gab es schräge Meinungen, die so schräg nicht waren und Bücher-Tips nach denen ich vorher nicht einmal gesucht hätte. [[zwinker]]
Die Krawallos schlugen sich mit den Feinsinnigen und die scheinbar Großen zeigten mitunter wie dünnhäutig sie werden können.
Kurzum, die Mischung macht's.

Willst du dagegen anschreiben als Kämpfer gegen die Windmühlen?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Oder bist du einfach nur hoffnungsvoll?

Hoffungsvoll ist eine schöne Vokabel.
Ja, das dürfte es in etwa beschreiben.

mfG
nereus


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