Masse und Elite - andere Welten

nereus, Mittwoch, 05.08.2015, 07:56 (vor 3825 Tagen) @ Isländer5849 Views

Hallo Isländer!

Ich schrieb: Das Problem ist immer die Masse, die nicht nachdenken will.
Andernfalls müßten die Eliten selbst auf das Schlachtfeld ziehen.

Du schreibst: Problem der Masse- das ist sehr vieldeutig.
Gerne dem auf den Grund gehen. Ich weiß nicht, wie weit Du mit Erkenntnissen gekommen bist.

Mit den Erkenntnissen wird man nie fertig – bis zum letzten Atemzug. [[zwinker]]

Das Massenproblem ist für mich vor allem ein Zeitliches und eines der Aufgabenverteilung.
Die bestimmenden Eliten haben andere Zeitfenster und andere „Sorgen“ als der Normalbürger.

Beim Normalo geht es im schlimmsten Fall um’s Überleben oder um die Sicherung des Lebensstandards. Die Eliten haben diese Sorgen weniger, wobei ich die geistige Elite meine, nicht die großen und kleinen Industriekapitäne.
Der Normalo denkt über seinen Lebensverlauf und das Schicksal seiner Nächsten (Frau/Kinder/Enkel) nach, die Eliten in größeren Dimensionen, siehe z.B. religiöse Ziele (Judentum, Christentum, Islam oder Freimaurerei).

Schon aus diesen beiden Gründen werden die Beherrschten den Herrschern niemals das Wasser reichen können.
Daraus ergibt sich für mich aber nicht grundsätzlich die Ablehnung einer Elite-Herrschaft an sich. Viel wichtiger, finde ich, ist, was diese Elite tatsächlich will.

IQ? Da frage ich mich: Was ist eigentlich Durchschnitt?

Bei der IQ Definition bin ich sehr zurückhaltend.
Was ist Intelligenz, was ist Verschlagenheit, was ist boshaft?
Der Top-Mathematiker löst alle schwierigen Aufgaben ist aber zu dumm den Versicherungsvertrag an den Mann zu bringen, was wiederum der gewandte Redekünstler, der ohne Taschenrechner aufgeschmissen ist, problemlos beherrscht.
Wer ist nun der Klügere? [[freude]]

Meine Erkenntnisse bezüglich der Intelligenz der Masse beschränken sich auf:
Faulheit, insbesondere Denkfaulheit.

Sicher auch, aber man sollte bei der Kritik auch die von mir obengenannten Gründe berücksichtigen. In der Aussage: Es ändert doch sich doch sowie nichts, steckt zwar einerseits eine gewisse Faulheit, andererseits aber auch Pragmatismus.
Ist mir doch wurscht wer regiert, Hauptsache der Tisch ist gedeckt und ich habe meine Ruhe.

Ein Hauch von Arroganz und übertriebener Selbstsicherheit.

Arrogant? Ich weiß nicht.
Selbstsicherheit ja, weil man noch immer Vertrauen hat.
Das ist ja gerade der Witz an der Sache.
Ich werde wegen meiner Suppenküchen-Prognosen seit 15 Jahren still belächelt.
„Na, wann kommt sie denn“ wird spitzbübisch beim Reinschieben des Grillgutes gefragt.
Da macht man nicht gerade die beste Figur. [[lach]]

Begründet in der Überzeugung, dass sie bisher keine Nackenschläge bekommen haben, die sie getötet haben. Deren Begründung: Wir leben ja noch.

Und unterm Strich haben sie damit recht – zumindest kurzfristig gedacht.
So lange die Bäuche gefüllt werden können, wird es in Deutschland oder anderswo kein Umdenken geben.

mfG
nereus


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