Auch innerhalb der USA: Je feudalistischer, desto beliebter die Todesstrafe
Als erstes bilden Rudeltiere ein Rudel, und einer übernimmt die
Dominanz.
Bei Wölfen und Gorillas: Ja. Bei Bonobos und vorpatriarchalen, unverstaatlichten Menschen: Nein.
Womit wir wieder bei Scholl-Latour wären: Die westliche Presse ist
zwar
grauslig, aber eben doch noch 'viel besser als anderswo'.
Aha, und warum?
Ja, warum wohl? Weil im Westen im Schnitt eine freiere Presse werkelt als dies im Schnitt in Feudalstaaten der Fall ist. Das ist (war) nicht nur die Meinung des Reporters aller Reporter ohne Grenzen - Scholl-Latour - sondern selbstverständlich einer Mehrheit von denen.
Hat hier nicht mal jemand eine Regel aufgestellt, dass, bevor man
Bösartigkeit unterstellt, zunächst einmal Unfähigkeit annehmen sollte?
China z.B. scheint in den letzten Jahren gegenüber der eigenen
Bevölkerung tendenziell weniger blutrünstig zu agieren wie die USA.
Man nehme nur die Anzahl der Gefängnisinsassen bezogen auf die
Gesamtbevölkerung.
Das ist ein Kriterium unter mehreren. Maximale Repression führt ab einem gewissen Punkt eben zu weniger Liquidationen. Die Repression insgesamt ist in diesen Maximalrepressions-Staaten aber dennoch höher.
Aber auch innerhalb der USA gilt: Je feudalistischer (christlicher) ein Bundesstaat, desto höher der Enthusiasmus für Repression und Todesstrafen.
Grüsse, Zara