erinnert stark an SED-Leitlinien
Hallo Bernadette!
Deiner Argumentation kann ich nur zum Teil folgen.
Du schreibst zu Pos. 1: Nix zu meckern. Passt. Wenngleich ich jeden verstehen kann, der EU-Institutionen als Teil der Mafia sieht. Dann sieht die Sache anders aus. Aber das ist aus meiner Sicht nicht das Kernproblem an diesen Leitlinien.
Ich sehe schon das „Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft“ als problematisch.
Wenn man sich um die Einigungsbemühungen der Völker Europas bemüht, dann gibt die westliche Staatengemeinschaft offenbar die Richtung vor.
Das hat mit Unabhängigkeit nix mehr zu tun!
Ein extra Juden-Passus!?!?!?!?!?!?!? .. Freilich kann selbst das "Okay" laufen. Aussöhnung ist immer gut. .. Bei Israeel muss man sich fragen, ob es hier nicht um das "Lebensrecht der Juden", sondern um das Recht auf die Umsetzung des zionistischen Reiches, geht! ..
Das israelische Volk ist nun kompletter Stumpfsinn!
Es gibt nur ein jüdisches Volk – das sagen die Regierungsamtlichen im zänkischen Kleinstaat unablässig.
Springer arbeitet hier mit einem semantischen Trick und bezieht sich auf den Staat Israel, den man aber nun nicht direkt das jüdische Volk zuordnen kann – da würde es auch dem Allerdümmsten auffallen, dass hier etwas nicht stimmt, denn wo blieben da die Palästinenser, denen man das Land systematisch wegnimmt.
Was geht eine angeblich deutsche Zeitung das Extra-Lebensrecht der Juden an.
Lebensrechte gelten für ALLE Menschen und dazu braucht es keine Leitlinien!
Da liegt der Hase im Pfeffer!!! War da nicht auch etwas mit Karrieretransatlantiker-Alpha-Journalisten ÜBERALL im Mainstream? Diejenigen, die mit einer Augenbraue in der Redaktionskonferenz den Spin der Artikel ihrer Redakteure vorgeben...
.. Und wenn der Konzernmedieneigentümer nicht über des Chefredakteurs gehobene Augenbraue seine Lesart unter die Leute bringt...
...tja, dann kann der Chefredakteur an den Arbeitsvertrag erinnern. An die Leitlinien. Und der Hinweis darauf, dass die der Chefredakteur auslegt... Chabos wissen...
Wie gesagt, nicht nur da liegt der Hase im Pfeffer!
Nachdem man das Personal zuerst auf die westliche Staatengemeinschaft und den Staat Israel eingeschworen hat, folgt nun das Bündnis mit den USA.
Was schreibt Springer selbst dazu?
Die Einhaltung dieser Leitlinien bei der journalistischen Arbeit aller Redakteure sichert die Rahmenbedingungen, die unabhängigen und kritischen Journalismus ermöglichen.
Das ist absolut lachhaft!
Zunächst werden die Grenzen gezogen und dann wird über die Grenzenlosigkeit palavert.
Das ist Hirnfick allererster Güte!
Auch 4. ist gequirlter Käse!
Die Amis ziehen gerade ihren politischen Totalitarismus gnadenlos durch.
Wer nicht für sie ist wird kalt gemacht.
Wie verträgt sich das mit der Bündnispflicht in Pos. 3?
Und 5. wird gerade von den Lohnschreibern der USrael-Presse platt gemacht.
Alles Soziale muß aus der Marktwirtschaft entfernt werden, weil die Privaten können es immer und überall besser.
Wie das genau geht, erleben wir gerade.
Am Ende hast Du aber noch die Kurve gekriegt. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Ich halte solche Unternehmensgrundsätze, die per Arbeitsvertrag unterschrieben werden als unvereinbar mit journalisischer Objektivität in den kritischen Themenbereichen ..
Genauso ist es und damit erledigen sich diese Leitlinien von selbst.
Solche Vorgaben sind ein absolut sicheres Indiz von ABHÄNGIGER Presse.
mfG
nereus