McDonald und Co., natürlich, was sonst

stocksorcerer, Donnerstag, 23.07.2015, 14:08 (vor 3836 Tagen) @ Amos8834 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 23.07.2015, 14:12

Nicht, dass ich es bedenklich finde, wenn die Menschen für den Militärdienst nicht geeignet sind. Ich kann eh keinem Menschen raten, sich bei der Bundeswehr zu verpflichten oder irgendeiner anderen Söldnertruppe auf dieser Erde, um Regionen zu destabilisieren, Regimewechsel zu forcieren, Völker zu erpressen, zu bevormunden oder zu bestehlen.

Aber wenn Menschen so ungesund leben, dass sie ohne Hilfsmittel kaum noch auf die Beine kommen und dann in vielfacher Hinsicht der Solidargemeinschaft zur Last fallen, dann ist das in höchstem Maße ätzend.

Natürlich liegt das am "Fortschritt" und an der Kapitalhörigkeit der Gesellschaft. Am Zerfall der Familien. Zwei Einkommen, Kinder - wenn vorhanden - irgendwo geparkt; gekocht wird zu Hause fast gar nicht mehr, dafür isst man "schnell noch gerade was irgendwo", so zwischendurch, am besten nutzt man einen Drive-In. Selbst Kurzstrecken werden mit dem Automobil zurückgelegt, an der Tanke noch schnell ne Cola und ne BILD eingetütet. "Bequemer Konsumterror", zu dem Deutschland via TV-Werbung und Productplacement täglich erzogen wird.

Das alles hat natürlich auch unterbewusst Auswirkungen. Schroffe, gereizte Menschen, die Kassierer in Supermärkten anmaulen oder Dich auf dem Fahrradweg mit ihrem ausscherenden Auto oder Motorrad fast über den Haufen fahren, weil ihnen irgendwas nicht schnell genug geht.

Mir gefällt schon lange nicht mehr, was ich da draußen sehe. Und um den Kreis zu schließen: So Leid es mir tut, vielleicht braucht Europa tatsächlich mal wieder einen Krieg, um das Elend auszudünnen und den Hochmut mancher Leute einzudämmen. Nicht ganz ernst gemeint? Vielleicht. Aber es kommt einem schließlich zumindest in den Sinn.

Gruß
stocksorcerer


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