Noch ein nicht überflüssiger Ernährungstipp

Waldläufer, Dienstag, 28.04.2015, 14:45 (vor 3914 Tagen) @ Stefan8561 Views

Vermeidung künstlich zugesetzter Phosphate

Sie sind fast überall drin, weil sie so praktisch sind. Phosphathaltige Lebensmittelzusatzstoffe finden Verwendung als Stabilisatoren, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Säuerungsmittel, Säureregulatoren, Rieselhilfen und Emulgatoren.

Da man, ganz gewiss, der Industrie gewaltig "ans Bein pinkelt", wenn sowas publik wird, schweigt man weitestgehend über das Thema. Es gibt kaum belastbare Studien (und ich denke, "man" wird sich hüten, sowas zu bezahlen). Aber es gibt doch ziemlich belastbare Indizien und die sollten jedem Gesundheitsbewusstem zu denken geben.


Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus, Hypertonie, koronarer Herzkrankheit und Nierenschäden hängen alle miteinander zusammen. Deshalb einige Zitate aus unten stehendem Link.


"...Die Phosphatzufuhr über Nahrungsmittel und die Höhe der Konzentration von Serumphosphat sind nicht nur für Nierenkranke bedeutsam. In neuerer Zeit hat sich gezeigt, dass Phosphatzusätze in Nahrungsmitteln auch für die Normalbevölkerung potenziell nachteilige gesundheitliche Auswirkungen haben können (1, e1). Diese Einsicht stützt sich insbesondere auf große epidemiologische Studien und wird unterstützt durch Fortschritte der Grundlagenforschung.

Zuerst wurde bei Patienten mit Nierenkrankheiten erkannt, dass hohe Serumphosphatspiegel einer der potentesten Risikofaktoren für eine erhöhte Gesamt- und kardiovaskuläre Mortalität sind (2, 3). ..."

"... Eine erhöhte Mortalität wurde vor allem bei nierengesunden kardial erkrankten Patienten mit Serumphosphatspiegeln im oberen Normbereich gesehen (8) (Grafik 1). In dieser Studie gab es bei 4 127 Teilnehmern 375 Todesfälle innerhalb von 60 Monaten, wobei das adjustierte Mortalitätsrisiko pro 1 mg/dL höherem Serumphosphat 22 % betrug. ..."

"... In der Vergangenheit wurde vermutet, dass Phosphat lediglich dadurch gesundheitlich nachteilig ist, dass es zu Verkalkung von Gefäßen und Organen führt. Neuere Einsichten in die hormonale Regulation des Phosphatstoffwechsels belegen, dass die erst vor kurzem nachgewiesenen Faktoren Fibroblast Growth Factor-23 (FGF23) und Klotho die Serumphosphat-Konzentration kontrollieren, dass Phosphat direkt oder über diese hormonalen Faktoren mit nachhaltigen Schädigungen kardiovaskulärer Organe assoziiert ist und im Tierversuch sogar Alterungsvorgänge beschleunigt (e2, e3).

Insbesondere Phosphatzusätze im Tierfutter, wie sie aber auch in Nahrungsmitteln für den Menschen zu finden sind, beschleunigen im Tierexperiment und wahrscheinlich auch beim Menschen das Auftreten altersbedingter Organkomplikationen wie Muskel- und Hautatrophie, das Fortschreiten chronischer Niereninsuffizienz und kardiovaskuläre Verkalkungen (e2). Da billige Nahrungsmittel mit Zusatzstoffen („processed food”) und insbesondere „fast food“ außerordentlich reich an Phosphatzusätzen sind, wird zum Beispiel in den USA in sozial schwächeren Schichten eine Hyperphosphatämie doppelt so häufig beobachtet wie in Bevölkerungsgruppen mit höherem Einkommen. ..."

http://www.aerzteblatt.de/archiv/119315/Gesundheitsrisiko-durch-Phosphatzusaetze-in-Nah...

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Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg


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