Blutdruckmessgerät ist ein Schätzeisen

Martin, Samstag, 25.04.2015, 18:07 (vor 3917 Tagen) @ Hasso9510 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 25.04.2015, 18:24

Die meisten nicht-invasiven Blutdruckmessgeräte arbeiten nach der oszillatorischen Methode, d.h. aus dem Verlauf der in der Manschette messbaren Pulsationsamplituden wird der systolische und diastolische Blutdruck 'geschätzt'. Die Genauigkeit hängt von vielen Faktoren ab. Die Blutdruckmessgeräte werden üblicherweise unter optimal fachlicher Betreuung im Vergleich zu dem auskultatorischen Verfahren (das auch schon eine Grundungenauigkeit besitzt) klinisch validiert, und müssen über verschiedene Patienten und Messreihen eine Standardabweichung von 5 (8) mmHg erreichen. Ausreißer von bis zu 20 mmHg sind dabei möglich.

Links/rechts-Unterschiede von wenigen mmHg sind übrigens normal (invasiv gemessen).

Wer mit einem Billiggerät selbst misst, legt eventuell auch die Manschette links und rechts unterschiedlich fest an, und verursacht dadurch Unterschiede.

Lange Rede, kurzer Sinn, lass Dich von dem Arzt Deines Vertrauens nach der auskultatorischen Methode messen.

Grundsätzlich gilt, dass Druck von außerhalb eines geschlossenen Systems nicht gemessen, sondern nur aus bestimmten Zusammenhängen heraus geschätzt werden kann (auskultatorisch => Korotkoff-Töne).


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