Das kuschlige jüdische Nest beschmutzen?

Hinterbänkler, Schweiz - tief im Emmental, Sonntag, 26.04.2015, 14:00 (vor 3915 Tagen) @ Leser686970 Views

Ein Jude ist kein Angehöriger einer Rasse, sondern ein Angehöriger einer
Religion. D.h. wenn ein Afrikaner heute christlich missioniert wurde und
sich morgen zum Judentum bekennt, dann gehört er morgen immer noch der
gleichen Rasse an.

Hallo Leser 68,

nein, der Begriff 'jüdisch' ist mehrdeutig und unscharf:

Laut Wikipedia steht für 'jüdisch':
1. Angehörige des Volkes der Juden betreffend
2. Traditionen, Lebensweise, Kulturen und Philosophie der Juden, siehe Judentum
3. die Jüdische Religion, eine Weltreligion

ich würde noch ergänzen:
4. Angehörige des Staates Israel betreffend

Das wird auch bewusst so gehalten und nicht ausdifferenziert, damit man je nach Kontext die 'jüdische Karte' ziehen kann und damit immer ein Joker hat, der nach den Regeln der aktuell vorherrschenden politischen Korrektheit immer alle anderen Asse sticht.

Z. B. könnten sich die 'Israeliten' als Angehörige des Staates Israel
vom Begriff 'Jude' distanzieren, machen es aber im Regelfall eben nicht, weil sonst Vorteile aus verloren gehen.

Ebenso könnten die Anhänger der mosaischen Religion, also Anhänger von Moses und seinen 10 Geboten, sich vom Begriff 'Jude' distanzieren, denn nicht jeder Abstammungs-Jude glaubt an Moses.

Genaugenommen gibt es auch keine einheitliche jüdische Kultur, da sich auch diese aus mehreren Abstammungslinien - vor allem sephardische und aschkenasische - herleitet und neuerdings vor allem in Israel eine Vermischung entsteht, wobei die Aschkenasim (Ostjuden) dominant sind.

Zudem ist die Abstammung der Juden selbst auch relativ unklar. Es ist wohl nicht so, wie man uns immer glauben macht, dass die Juden eine klare oder reine Abstammungslinie bis zu David und noch weiter haben. Vor allem in den Jahren 50 bis 900 n.u.Z. gibt es praktisch keinerlei Dokumentation. Es wird auch angenommen, dass eben das aschkenasische Judentum ursprünglich aus Konvertiten besteht, die also überhaupt keine jüdische Abstamtung haben. Verschiedene genetische Untersuchungen sind wohl auch zum Beweis irgendeiner Ideologie tendenziös gemacht worden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist das Beispiel der 'Juden', die vor allem in der letzten Emigrationswelle nach der Wende aus der Sowjetunion/Russland kamen. In Russland wurde im Pass die jüdische Abstammung eingetragen. Allerdings wurde dabei nicht die traditionelle jüdische Abstammungsregel nach der Mutter dokumentiert, sondern die nach dem Vater. Wer also in der Sowjetunion einen jüdischen Vater hatte, hatte im Pass jüdisch stehen. Zudem kann man sagen, dass 99 Prozent der russischen Juden in der Sowjetunion absolut nichts mit irgend welchen religiösen jüdischen Vorstellungen zu tun hatten. Alle Juden waren genauso säkularisiert und materialistisch, wie alle anderen Sowjetmenschen inklusive der Vorhaut. Was jahrzehntelang ein Ärgernis und Nachteil im Pass war, war jetzt plötzlich die Freifahrkarte nach dem Westen - womit ein erster Vorteil aus dem Label 'jüdisch' gezogen werden konnte.

Kaum waren diese materialistisch orientierten stinknormalen Russen emigriert, strebten sie in die lokal vorhandenen jüdischen Gemeinden, vor allem in Westeuropa und USA. Weil aufgrund der dort vorherrschenden politisch korrekten 'prosemitischen' (= anti-antisemitischen ?) Haltung viele weitere Vorteile hierarchischer, psychologischer und materieller Art mit dem Label 'jüdisch' verknüpft waren. Plötzlich fühlte man sich nachträglich sogar unter Hitler extrem judenverfolgt. Wenn man jetzt z. B. die entstandene Dominanz der russischen Juden in der jüdischen Gemeinde in Berlin oder auch in ganz Israel betrachtet, ist klar, dass niemand ein Interesse daran hat, die Abstammung sauber zu differenzieren, könnte es doch plötzlich sein, dass 98% der russischen Juden gar keine sind.

Es gibt kein Interesse an Aufklärung, sondern im Gegenteil. Jüdische Nestbeschmutzer wie Norman Finkelstein ('Holocaustindustrie') werden weltweit diffamiert oder totgeschwiegen.

Danke und viele Grüße
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'


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