Rasse - ein unnützer Begriff
Aus deinem Beitrag entnehme ich, dass für dich Rassismus, lediglich Erhöhung einer Rasse über die andere bedeutet. Diese Definition halte ich für verkehrt. Aus anthropologisch-biologischer Sicht sind genetisch alle Menschen im Wesentlichen gleich. Bei Tierzüchtern spricht man noch von Rasse, aber sonst wo wird in der Wissenschaft nirgendwo mehr dieser Terminus gebraucht. Der Begriff Rasse ist einfach unnütz.
Politisch wird der Begriff Rasse immer noch von vielen Menschen mehr oder weniger bewusst anerkannt. Dafür bist du ja selbst ein gutes Beispiel. Jeder der sich aber als Weißer, Schwarzer, Araber, Jude, Deutscher usw. von anderen abgrenzen will ist Rassist. Rassisten bilden sich ein, gewisse politische Erscheinungen mit rassistischen Argumenten (die passen nicht zu uns etc.) erklären zu können. Von überzeugten Rassisten wird versucht, diesen latenten, unverstanden Zustand bei einem großen Teil der Menschheit für ihre politischen Zwecke (s. Pegida) zu nutzen. Da wird aber nichts erklärt, außer dass jeder (als Deutscher, Mohammedaner, Abendländler etc.) was Besonderes ist oder sein soll.
Wer über Rasse spricht, ist Rassist. Der Vortrag ist durch und durch rassistisch. Aus deiner Sicht aber (der Verächtlichmachung usw.) kannst du den Mann nicht kritisieren, da musst du dich nämlich auf seine dämliche biologisch-anthropolische Argumentation einlassen. Aber da kommst du nicht weiter, denn du bist ja selbst Rassist (es ist dir nur nicht bewusst).