Erst Kriegsmasse, ab BRD dann Maschinenfutter des Wirtschaftswunders und Exportweltmeisters in „sozialer Markwirtschaft“

Silke, Donnerstag, 05.03.2015, 00:46 (vor 4027 Tagen) @ Rybezahl10464 Views
bearbeitet von Silke, Donnerstag, 05.03.2015, 00:50

Lieber Rybezahl,

Bevölkerungsexplosion? In Deutschland auch? Nein. Eben nicht.
Es interessiert mich, wie du diesen gegenläufigen Effekt erklärst.
(Entschuldigung, wenn ich das überlesen haben sollte!)


Wenn die Macht kein Kanonenfutter mehr braucht, weil Maschinen den Krieg erledigen, sonder eher Legitimation und Stabilisierende brav wirtschaftende Staatsfreunde, werden die Alten immer wichtigere Wähler - alles soll so bleiben. Die Rende muss sischer sein.
Wenn die Jungarbeiter langwierig und teuer auch von den Eltern qualifiziert werden müssen,
für niedere Jobs Gastarbeiter herangezogen werden,
kein Hof zur Bewirtschaftung übergeben werden muss,
die goldenen Jahre und die Babyboomer vorbei sind,
die Kinderfreundlichkeit im Land nicht so toll ist,
Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel sonst wo wohnen,
sinkt am Ende des Kondratjew-Zyklus in der seit über 20 Jahren schon prophezeiten Depression der Bedarf der Menschen nach teurem Nachwuchs.
Alle sind mit produzieren und konsumieren und sich davon ausruhen beschäftigt.
Die Fertilität sinkt (Umweltverschmutzung, Verweigerung, Dauerstress, psychische Krankheiten).
Der Wunsch nach Kindern und Verantwortung sinkt, Armutsrisiko, Stressoren.
Über die Medien und über andere Menschen im Bekanntenkreis wird abgeschreckt.
Um mich herum wird zu wenig und zu spät geboren weil die Zeit, das Geld, die Lust dafür fehlt. Lieber Hund, Motorrad, Sport, Ausgehen, Autos, Weltreise, wasweißich.
Schlecht integrierte weibliche Migranten können sich laut Heinsohn durch viele Kinder eine Perspektive aufbauen.
Bevölkerungsverschiebung vom Land in die Städte und Speckgürtel mit häufiger Vereinsamung, Individualisierung in der amorphen Masse.
Man lebt in getrennten Wohnungen, ist nur locker zusammen und in der Freizeit lieber unter Männern oder Frauen. Dauerrufbereitschaft und geforderte hohe Flexibilität von Zeiteinsatz/Energie, Überstunden, Weiterbildung usw.
Die Paare heiraten gar nicht erst, weil sie sonst nicht mehr die Absicherung als Sozialfall haben oder sie gehen schneller auseinander.
Die Alten bekommen ja alle ihre Rente oder SH und Altenverwahranstalten gibt es ja auch immer mehr. Familien sind also nicht mehr nötig. In ganzen Straßenzügen hier lebt nur eine Person in ihrem Haus/Wohnung.

Ich will das noch in einen interessanten Zusammenhang stellen:
Gerade dort, wo die Geburtenraten steigen, gerade dort, in Sachsen, ist
die Heimat der Pegida zu finden.
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/76262/umfrage/geburtenziffer---anzahl-der...
http://www.statistik.sachsen.de/html/829.htm

Die Sachsen "schnackseln" halt gern.

Ja die halte ich auch für schnackselfreudig.
Kinder als Einkommensoption? DDR-Erbschaft? Materiell genügsamer?
Nahe Verwandte von mir mit Kind haben sich aber trotzdem getrennt (Alles sei zu stressig mit zwei Berufen und einem Kind).

Liebe Grüße
Silke


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