Seit Anfang Februar keine Milch, -produkte und Gluten um über 50% reduziert.
Moin moin Olivia,
schön, dass Du das Thema Ernährung wieder aufgreifst. Weglassen kann viel wichtiger sein, als Nahrungsergänzung. Anfang Februar war ich als Assistent bei einer Schmerztherapie Fortbildung in Bad Homburg. Die Referentin ist Heilpraktikerin. Sie sagte, dass es eine Studie gibt, die zeigen sollte, wie gut Milch und Milchprodukte für Patientinnen mit Osteoporose sind. Die Studie musste vorzeitig abgebrochen werden, weil in der Gruppe, die Milchprodukte zu sich nahm, es zu gesundheitlichen Problemen kam, die in der Vergleichsgruppe nicht auftraten. Zusammengefasst verstärkt der Verzehr von Milchprodukten die Gefahr an Osteoporose zu erkranken. Es soll ebenfalls einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milch und dem Auftreten von Brustkrebs und Prostatakrebs geben. Schafs- oder Ziegenmilch bzw. -produkte sind keineswegs besser, da auch diese Wachstumshormone enthalten, die möglicherweise zu den angesprochenen Problemen beitragen.
Ich fühle mich seit dieser Umstellung erheblich besser. Bin viel leistungsfähiger, unternehmungslustiger und besser drauf. Den Jogurt für das Müsli habe ich durch Sojamilch ersetzt, in den Haferflocken ist kein Gluten. Mittags gibt es meist Gemüse, Eier, Fisch oder Fleisch und Reis, Nudeln oder Süßkartoffeln, Abends zwei oder drei Scheiben Brot mit Veggieaufstrich oder auch mal Schinken, je nach Appetit und zwischendurch viel unterschiedliches Obst. Einziges Nahrungsergänzungsmittel sind Bierhefetabletten.
Bierhefe fällt als Abfallprodukt bei der Produktion von Bier in riesigen Mengen an. Ihr kennt vielleicht Tartex. Das besteht überwiegend aus Bierhefe. Gab es vor gut 20 Jahren noch in der 500 Gramm Dose für ein paar Mark. Heute kostet die 125 Gramm Dose mehr in Euro. Bierhefe wird weltweit als wichtiges Produkt der Nahrungsergängung in der Tierhaltung eingesetzt. Dort soll es die Darmgesundheit fördern, für gute Abwehrkräfte sorgen und gut für das Fell sein. Im Futterhandel kosten 3 kg um 20 €.
Bierhefe enthält B-Vitamine, die gerade bei geringem Fleischkonsum ausreichend ergänzt werden sollten. 400 Bierhefetabletten = 200 Gramm kosten ca. 3,45 €. Dosis 3 x 5 Tabs zu den Mahlzeiten.
An anderer Stelle hat Elli einen Artikel zu Michael Mross verfasst. In dem Thread geht es auch um das Thema Depressionen und deren Behandlung mittels Nahrungsergänzung. Ich sehe zwischen Ernährung und Depressionen auch einen Zusammenhang. Nicht nur Ergänzen kann die Situation verbessern, sondern auch Weglassen!
Einen Beitrag zum Thema Depressionen aus der Sicht der "Traditionellen chinesischen Medizin" werde ich dort einstellen. Falls die Lage dort zu unübersichtlich für das Thema ist, werde ich dafür einen eigenen Thread öffnen.
Viele Grüße
Vatapitta
PS: Es kann durchaus Menschen geben, die Milch und Milchprodukte gut vertragen. Wir sind in der Physiologie unseres Verdauungsapparates unterschiedlich. Übertreiben sollte man es aber nicht.
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Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/