Von Aspekten & Widersprüchen, Geldumlauf & ULG ..

Beo2, NRW Witten, Mittwoch, 23.12.2015, 18:53 (vor 3697 Tagen) @ Mephistopheles4438 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 23.12.2015, 19:49

Welche meiner Aussagen ist/sind denn falsch, und warum? Pauschal und ohne Begründung alles als "Unsinn" zu bezeichnen, hilft niemandem.

Geld läuft nicht um, und also kann es eine Umlaufgeschwindigkeit gar nicht geben

Mein lieber Freund, 'Umlauf' bedeutet nichts anders, als dass eine beliebige Geld-/ZM-Summe den Besitzer wechselt, wofür auch immer. Ich weiss, es ist sehr schwer zu verstehen. Und weiter, etwas vereinfacht ausgedrückt: ULG einer Geldmenge bedeutet den Faktor, wie oft dies seit deren Entstehung geschieht, bis die Geldsumme auf einem Konto landet, wo sie endgültig getilgt wird. Das zu verstehen ist natürlich noch schwerer.

Weiter: Wechselt eine bestimmte Geldsumme nach ihrer Entstehung nur 1-mal den Besitzer als Zahlungsmittel für eine reale Leistung (bevor sie getilgt wird), erzeugt sie nur einmal ein BIP in entsprechender Höhe. Wechselt sie 2-mal den Besitzer für eine reale Leistung, erzeugt sie das doppelte BIP (bevor sie evtl. getilgt wird). Tut sie es 3-mal für eine reale Leistung, bevor sie getilgt wird, erzeugt sie das dreifache reale BIP usw. usf., konstantes Preisniveau vorausgesetzt. Dies hat zahlreiche Implikationen, aus denen sich überprüfbare Thesen ableiten lassen, so z.B.:

Es besteht eine signifikant positive Korrelation zwischen der Höhe der ULG der Geldmenge M1 (bzw. M2 bzw. M3) und der BIP-Wachstumsrate, der empirisch nachgewiesen werden kann. Ich bezweifle allerdings, dass Du es jemals begreifen wirst.

Mit der Ausnahme des Tausches. ---> könn`se mir mal meinen Zehner gegen ein paar Euros tauschen wegen der Parkgebühr? Das ist ein Fall, wo Geld umläuft.

Siehst Du, genau das ist kein "Geldumlauf"! Das nennt man gewöhnlich: Geldumtausch. Geldumtausch ist kein Geldumlauf, und umgekehrt. Falls Du das begreifst, hast Du einen schönen Weihnachtsgeschenk verdient.

In unserem System wird Geld eingesetzt zur Erfüllung eines Vertrages, also aufgrund eines Schuldverhältnisses. Es gibt auch Schulden ohne Vertrag, also Schulden par ordre du mufti, die auch mit Geld abgelöst werden können.

Habe ich das irgendwo bestritten? Nein.

Geld dient also zur Erfüllung eines Schuldverhältnisses, und würde folglich auch verschwinden, wenn alle Schuldverhältnsse verschwinden - oder deren Ablösung mit Geld unmöglich geworden ist.

Habe ich das irgendwo bestritten? Nein. Besteht ein logischer oder empirischer Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe? Nein, nicht der geringste.

Kannst Du dir nicht vorstellen, dass Geld/ZM zahlreiche Aspekte aufweist, je nach analytischem Betrachtungswinkel? Falls nicht, brauchen wir gar nicht weiter zu diskutieren.

Gruß, Beo2


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