ja das war so
Das Problem ist, dass man auch empirische Daten nicht beliebig
interpretieren kann. Siehe Dein Beispiel mit dem ULG-Faktor in den
80igern.
Und das Wachsen der Guthaben im Finanzmarkt heißt wie gesagt nicht
unbedingt, dass die Realwirtschaft nun austrocknet. (Stichwort
Hebelkredite). Ganz im Gegenteil, Investitionsboom in der
Realwirtschaft ging Hand in Hand mit wachsendem Finanzmarkt.Wirklich? Wir haben doch einen mit beträchtlichen Raten wachsenden
Finanzmarkt und vom BIP-Wachstum keine Spur!
Im Gegenteil, die Binnenmarktwirtschaft marschiert in die Rezession; erst
recht in der EU als Ganzes. Die Außenhandelsbilanz wird immer schiefer ..
gegen alle Regeln einer gesunden VoWi.Gruß, Beo2
Du redest vom jetzigen Zustand, wo alles privaten Haftungsräume ausgereizt sind.
Diese ganzen Immobilien in USA und Spanien waren doch auch reale Investitionen bzw. Konsum.
Wie das BIP sich zukünftig in Europa langfristig entwickelt wissen wir hingegen nicht, deine Unterkonsumtionstheorie ist mir zu einfach, wie ich im Beitrag darstellen konnte.
Die Rezession entsteht doch nicht, weil Guthaben in die Anleihenmärkte oder Aktienmärkte strömen sondern sind eine Folge der Rezession. Doch was sollen jetzt die ganzen Guthaben in den Anleihenmärkten
machen? Sollen die griechische Oliven kaufen? 
Es wurde auch schlicht weg über den Bedarf investiert. Z.B. Häuserwüsten in Spanien und Geisterstädte in China. Es wurde also in Sektoren überinvestiert, während andere Sektoren vernachlässigt worden sind.
Brechen die asset-Werte dann weg wegen mangelnden Bedarfs, kommt es zur Krise und BIlanzen müssen gekürzt werden. Den Bedarf kannst du nun nicht schaffen, indem du die Guthaben mobilisierst.
Xu Ce von der staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform und sein Kollege Wang Yuan vom dazugehörigen Wirtschaftsforschungsinstitut „Academy of Macroeconomic Research“ behaupten in einer neuen Studie, China habe in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 42 Billionen Yuan, umgerechnet fast 5,5 Billionen €, fehlerhaft investiert.
interessant auch die Studie der Bamberg Economic Research Group on Government and Growth
„Ein Modell für Finanzkrisen bei Moral Hazard und Überinvestition"
Die These ist, dass eine staatliche Kreditgarantie Moral-Hazard-Verhalten auslöst, und somit einen Kreditboom und Überinvestition in der Volkswirtschaft bewirkt. Auf Dauer führen die Überinvestitionen zu Verlusten bei den Haushalten, so dass die Kredite nicht zuückgezahlt werden können. Daraus entsteht eine Krise.
Gruß