Na wer hätte das gedacht!

Beo2, NRW Witten, Dienstag, 22.12.2015, 19:47 (vor 3700 Tagen) @ pigbonds4514 Views

Da "fliesst" weder Geld rein noch raus aus den Aktien, noch verbleibt es dort dauerhaft

@Robert schreibt: Gesamtwirtschaftlich sind alle Guthaben bereits irgendwo spiegelbildlich investiert
@Beo2: So so, "Geld ist investiert"; fragt sich nur wo: Ja, es ist "investiert" an den Zockerbörsen, wo es als Spielgeld dauerhaft verbleibt,
@Robert: Nein. Das sind dynamische Prozesse. Guthaben fließen laufend rein und raus in den Finanzmarkt. Da verbleibt nichts dauerhaft.

Lasst mich das doch klarstellen. @Robert und @Beo2 unterliegen einem schweren Irrtum. Da fliesst nichts rein und raus und schon gar nicht als dauerhaft verbleibendes "Spielgeld". Das Geld "fliesst" lediglich vom Käufer Konto auf das Verkäufer Konto während die Aktien die Depots wechseln.

Na Du bist mir ein Oberschlauer, mir mit solcher Trivialität zu kommen! Was habe ich denn geschrieben (?):

Aber sicher kann man Bankguthaben (nicht nur) auf dem Girokonto horten (akkumulieren); z.B. als Spielgeld für die Zockerbörsen [...]
Wenn eine Aktie den Besitzer wechselt, wieviel wird dadurch in der Realwirtschaft investiert? Richtige Antwort: Gar nichts, nämlich per Saldo! Der Käufer übernimmt einfach die Anteile/Beteiligung des Verkäufers. Das Geld hat nun der Verkäufer, der wieder Ausschau nach einer neuen "Investition" hält. Vielleicht kauft er dieselbe Aktie eine Woche später zurück usw..

Also, das Geld, die Liquidität der Börsenzocker verbleibt in der Summe, wennauch häufig hin und her überwiesen, auf deren Girokonten, um damit weiter!, d.h. "relativ dauerhaft" an den Börsen zu spielen. Das meinte ich mit "wo es als Spielgeld dauerhaft verbleibt" .. nämlich gehortet auf den Girokonten. Und weiter:

Dem bezogenen Aktienunternehmen fließt dabei kein Cent zu.

Genau. Die Liquidität "fließt" also vom Girokonto des Börsenzockers nicht (direkt oder vermittelt) aufs Konto eines Unternehmers der Realwirtschaft, sondern zu einem anderen Börsenzocker, d.h. weder in Konsumausgaben noch in realwirtschaftliche Investitionen. Das ist schlecht für die Realwirtschaft, welche just diese Liquidität per Kreditaufnahme in Umlauf gebracht hatte und nun auf entsprechende Einahmen (im Einzelfall vergeblich) wartet. An diesem Misstand sind allerdings die meisten Unternehmer selbst als Börsenzocker "dauerhaft" beteiligt.

Gruß, Beo2


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