Simulierte Kommunikation
Anders gesagt: Nicht immer das gleiche nach dem gleichen langweilenden
Schema schreiben...
Hallo B.L.
Die Sprache ist nicht entscheidend um zu verstehen. Man kann aneinander
vorbei reden, ohne das jemals zu bemerken.
Wie Ashitaka mal schrieb, ist es reden ohne zu antworten. Oder ein
Reden, das auf Selbstreferenz beruht, wobei man sich immer nur auf
die eigenen Standpunkte und Denkansätze bezieht.
Der andere existiert nicht bei der simulierten Kommunikation. Genau,
wie beim Fernsehen der Zuschauer nicht existiert.
Würde der Zuschauer beim Fernsehen existieren, dann würde man
eigene Standpunkte nicht über den des Zuschauers stellen und ihm
aufdrängen, sondern ihm seine eigenen Standpunkte lassen. So
dass er frei wäre, die Dinge zu hinterfragen und selbst einzuordnen.
Wenn man das Prinzip verstanden hat, dann wird auch klar, dass
es sinnlos ist, sich an der simulierten Kommunikation zu beteiligen.
Denn es geht dabei niemals um Inhalte, Erkenntnisse, das Verstehen
von Zusammenhängen oder das Einordnen von Ereignissen.
Das bedeutet, Du kannst reden und argumentieren so lange Du willst,
ohne dass das Gegenüber seine Standpunkte hinterfragt.
Interessant wäre die Frage, was eigentlich passieren würde, wenn
alle Menschen ihren Fernseher abschaffen. Ich denke, es würde
gar nichts passieren, außer dass die Menschen nicht länger ihre
Zeit verschwenden. Die Rundfunkgebühr würde weiter eingezogen
werden und das Programm würde weiter laufen.
Einfach irre.
Gruß
nemo