Der 9-Jahres-Zyklus der First Church Of Nihilism und ein paar Gedanken zu den allmächtigen Planern

Phoenix5, Donnerstag, 23.07.2015, 03:05 (vor 3837 Tagen) @ Cascabel12920 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 23.07.2015, 19:22

Hallo, Elli und Forum

Mag schon sein. Dieser Typ ist nicht gerade seriös und außerdem handelt
es sich um Werbung.
Vielleicht wäre es besser gewesen, ein anderes Video zu diesem Thema
einzustellen.

Dennoch ist die Sache irgendwie auffallend: Gehen wir sieben Jahre
zurück, sind wir bei 2008,
vor 14 Jahren schrieben wir 2001. 1994 gab's einen kleinen Zwischenfall an
den Märkten und
1987 auch. 1980 hatten die Edelmetalle ihren Höhenpunkt und vor 70 Jahren
endete der
zweite Weltkrieg. Wie wir alle wissen, gibt's im Netz noch einiges mehr an
Informationen.

Der 9-Jahres-Zyklus

2008: Beginn globalen Wirtschaftskrise

1999: Platzen dotcom-Blase

1990: Ölkrise, Dow-Crash um 18 %

1981: Beginn Baer-Markt Öl, Stagflation USA, deutsche Rezession, USA-Sparkassenkrise, 1. Golfkrieg eskaliert

1972: Ende 1972: Top Dow-Jones, Beginn Markt-Crash 1973

1963: 1 Jahr nach dem "Kennedy Slide" am Markt, aber das Jahr der Ermordung Kennedys

1954: Zündung Wasserstoffbombe durch Japan (Fischer verstrahlt), Erbeben in Algerien mit 1250 Toten,

1945: Verheerende letzte Kriegstage, massenhaft Tote, erster Atombombenangriff

1936: Top Dow-Jones; Crash: 1937

1927: Schwarzer Börsenfreitag Deutschland

1918: Niederlage der Mittelmächte mit Millionen Toten, Ausbruch Spanische Grippe


Übrigens: Den 9-Jahres-Zyklus habe ich gerade erfunden. Und nein, ich habe mir dabei keine Zahl ausgesucht, die besonders gut passt, sondern zuerst die 9 auserkoren und danach die entsprechenden Events gegoogelt. Die exakten Monats-Events passen übrigens bei den Shemitah-Jahren nur in 2001 und 2008. Das ist noch nicht einmal eine Koinzidenz, von einem Muster ganz zu schweigen. Und so willkürlich wie sich der Typ in deinem Video die passenden Ereignisse heraussucht, bin ich mit obiger Liste nicht unterwegs.

Weder habe ich mit Religion etwas am Hut noch mit Verschwörungstheorie,
aber ich gehe davon
aus, so wie wohl die meisten in diesem Forum, dass alles gesteuert wird.


Die größte aller Verschwörungstheorien und ich hoffe doch, dass die "meisten in diesem Forum" nicht davon ausgehen.

Kein großes Event
passiert zufällig.


Die berühmten letzten Worte eines Dinosauriers.

Und da es nun mal die Juden sind, die am Steuer
sitzen, ist die Sache doch
gar nicht mal so weit hergeholt.


Ich arbeite seit 11 Jahren in einer Firma, der ich live dabei zusehen kann, wie sie an ihrer eigenen Komplexität erstickt (durch Wachstum, Bürokratisierung, Einsparung und sozialdynamische Phänomene [Peter-Prinzip, Dilbert-Prinzip, Parkinsonsches Gesetz, etc.]). Das Management in solchen Konzernen kann zwar große Entscheidungen treffen - am Sockel der Pyramide kommt dabei aber außer weiterer Bürokratie nix Produktives mehr raus, weil im Management - ebenso wie in der Planwirtschaft - schlichtweg der Überblick fehlt, woran es wirklich krankt. Dafür bräuchte man nur einmal ein paar halbwegs kluge Leute am untersten Ende der Hierarchie fragen, aber Unternehmensberater für hunderttausend Euros können das selbstverständlich besser. Und du willst mir weismachen, dass ein paar Juden es schaffen, in einer komplex vernetzten Welt mit hunderttausend verschiedenen Interessensbewegungen, einen exakten Plan durchzudrücken?

Versteh mich nicht falsch: Die Indizien für eine One-World-Bewegung innerhalb der Elite sind erdrückend, aber diese Leute können ihrer Pläne nur dann ohne größere Widerstände verfolgen, wenn sie MIT dem Zyklus schwimmen. So wie sich in Wohlstandsphasen der Demokrat eine Welt der direkten Demokratie erträumen kann, die Grüne in wirtschaftlich stabilen Zeiten eine Multi-Kulti-Welt, in der wir alle händchenhaltend ums Lagerfeuer tanzen und die Feministin eine Welt frei von patriarchalischen Zwängen.

Weder der Demokrat, noch die Grüne oder die Feministin begreifen, dass sie selbst nicht die Initialzündung für den Demokratie-/Multikulti-/Feminismus-Zyklus auslösten, sondern selbst nur Werkzeuge des Zyklus sind, der sie nach oben hievt. Der Kapitalismus zersetzt die Welt in zig verschiedene Berufe, Klassen und Interessensgemeinschaften und hievt deshalb den Demokraten nach oben, um den verschiedensten Gruppen den Anschein von Mitbestimmung zu geben. Er erzeugt durch die Lohnarbeit einen dramatischen Geburtenrückgang, was Einwanderung nötig macht und den Grünen nach oben hievt und er braucht die Frauen im kapitalistischen Hamsterrad, um dem Wirtschaftswachstums- und Nachschuldner-Zwang zu genügen, was die Feministinnen nach oben hievt. Eine Clique, die die Souveränität der Nationalstaaten abschaffen will und EINE WELT anstrebt, ist in einem kapitalistischen System, das auf globale Vernetzung angewiesen ist, bestens bedient. Eine Clique, die eine einheitliche Mischrasse züchten will, ist in einem System, das auf Globalisierung und Einwanderung angewiesen ist, bestens bedient. Eine Clique, die sich auf Kosten aller anderen Menschen bereichern will, ist in einem System, das von unten nach oben umverteilt, bestens bedient. Diese Leute schwimmen mit dem Zyklus, weil erst er sie nach oben gebracht hat. Sie sind Sklaven des Zyklus und werden von der Historie ausgespien, sobald die Auswirkungen ihrer Taten rekursiv auf sie zurückwirken.

Wenn dann plötzlich rechte Politiker in wirtschaftlich katastrophalen Zeiten nationale Souveränität fordern, ein Land beinahe aus der Union ausscheidet, ein Putsch, an einem Dreh- und Angelpunkt der Geostrategie, nicht wie gewollt glückt, muslimische Extremisten dem Imperium das Leben schwer machen – dann ist das alles nicht mehr im Sinne eines One-World-Government. Es ist lächerlich, wenn dann im Nachhinein versucht wird, diese Dinge als gewollt darzustellen und in ein Muster einzuordnen, bloß weil das Axiom heißt: Nichts geschieht zufällig und alles ist von gottähnlichen Wesen geplant.

Das Heimtückische an einem System ständig wachsender Komplexität und Vernetzung ist nämlich, dass es immer instabiler wird und bei linear wachsender Komplexität exponentiell mehr Probleme verursacht, die ab einem gewissen Punkt nicht mehr beherrschbar sind. Daran ist bisher jedes Imperium gescheitert und von einer Weltregierung brauchen wir gar nicht erst zu reden. Am Ende der Komplexität bricht das unkontrollierbare Chaos aus. Und schon stehen die Verschwörungstheoretiker wieder auf und sagen: „Ordo ab Chao“! DAS ist doch der große Plan der Globalisten! Ja was denn nun? One World oder Chaos, das niemand mehr kontrollieren kann? Und dann kommt die nächste Interessensgemeinschaft ins Spiel, die nun die Globalisten ablöst: Die Chaoten und solange die mit dem Zyklus mitschwimmen, der da heißt: Desintegration am Ende der Komplexität, solange werden sie auch gewinnen:

Wenn nun einige von denen davon ausgehen,
dass der Messias
nur kommen kann, nachdem auf diesem Planeten eine Apokalypse stattgefunden
hat,
wird es wohl so sein.

Auch das ist eben nur eine Interessensgemeinschaft von vielen. Und auch sie werden abdanken, wenn sich nach der Rückabwicklung des Komplexität der Messias nicht blicken lässt bzw. schon lange davor, da im apokalyptischen Umbruch per definitionem niemand herrscht.

Ganz sicher waren die vor 5.000 Jahren nicht im Stande, Vorhersagen zu
machen, die den heutigen
Tag betreffen, aber möglicherweise ist ihnen in der Gegenwart daran
gelegen, gewisse Ereignisse
mit gewissen Daten zu verbinden. Blödsinn?

Wer verbindet gewisse Ereignisse mit gewissen Daten. DIE oder DU?

Gruß
Phoenix5


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