Stilmittel

Zarathustra, Samstag, 27.06.2015, 22:20 (vor 3856 Tagen) @ Nonpopulo3137 Views
bearbeitet von Zarathustra, Samstag, 27.06.2015, 22:23


> Jeder erlaubt sich, derjenige zu sein, der er in Wirklichkeit ist.
Jeder

geht seinen persönlichen Weg des geringsten Widerstands. Es gibt nur

eine

Wirklichkeit, nämlich jene, in der jeder sein Dasein durchbringt;

bezogen

auf verstaatlichte Hominiden und Schweine – wie wiederholt dargelegt -

dort, 'wo der langsame Selbstmord aller 'das Leben' heisst, und dennoch:

In

ein- und der selben Situation bedeutet geringster Widerstand für den
mitfühlenden, sich mit der gequälten Kreatur Identifizierenden zum
Beispiel: 'Ich bremse auch für Frösche', während für den

mitleidlosen,

abgestumpften Zivilisator ein Frosch keinen Widerstand in seinem

kranken

Körper mehr zu erzeugen vermag. [/i]

Ich glaube deutlich dargelegt zu haben, dass Egoismus nicht gleichzusetzen
ist mit Rücksichtslosigkeit. Das ist wieder ein oberflächliches,
populistisches Polaritätsgebastel von dir.

Ja, das hast Du versucht darzulegen. Entbehrt aber leider jeder Logik und ist folgedessen als Esoterik 2.0 zu klassifizieren.

Wenn ein Mitleider unabsichtlich einen Frosch überfährt, dann plagt ihn
einfach tagelang ein schlechtes Gewissen, der Egoist hingegen sagt sich
passiert ist passiert und geht weiter seines Weges ohne seine Kraft zu
verschwenden.

Der Egoist bremst nicht, weil er krank ist.


> Warum sollte ein Egozentriker es als seine Aufgabe betrachten?
Weil

Kant den kategorischen Imperatif predigte? Das ist doch kompletter

Unsinn,

Esoterik 2.0, ein Upgrade ohne Sinn. Wer nicht mit der leidenden

Kreatur

fühlt/leidet, wird ihr auch nicht helfen, es sei denn, er handle nach
einem willkürlichen Gesetz/Imperatif, dessen Nichtbefolgung

sanktioniert

wird.[/i]


Auf die Allerfernsten, die dir so am Herzen liegen, mag das zutreffen. Auf
der Ebene des unmittelbaren gemeinschaftlichen, sozialen Lebens trifft es
nicht zu. Wenn ich sehe, dass ein Freund oder Familienmitglied leidet, ist
es keine Hilfe mitzuleiden, im Gegenteil.
Es macht die Sache für den
Betroffenen nur noch schlimmer, aber vor allem schwächt es die eigene
Kraft (s.u.).

Ach was. Wer sich mit jemandem mitfreut, wird auch mit ihm mitleiden. Das ist die Ursache, die Mühsal der Hilfe auf sich zu nehmen. Wer nicht mitleidet, macht nichts. Solche 'Familienmitglieder' gibt es in der Zivilisation bekanntlich zuhauf.

> > Wahrscheinlich bist du jetzt im Begriff mir Beispiele wie

Nelson Mandela vorzuhalten, um mir die Falschheit meiner Haltung vor

Augen

zu führen,


Nicht nötig. Es sollte auch so sonnenklar sein. [/i]


Sonnenklar, ja? Also für deinen Namensgeber war das nicht so sonnenklar:

Ja, das weiss ich. Seine Polemik gegen das Mitleiden war sein (misslungener) Emanzipationsversuch von Schopenhauer.


> Es gibt aber Leute, die auch unentgeldlich etwas tun und sich nicht

fernhalten (können): Die Mitgefühllosen, Gleichgültigen sind es
jedenfalls nicht. [/i]


Du redest wieder wie ein Pfaffe.

Das rhetorische Stilmittel Nietzsches/Zarathustras war zu einem beachtlichen Teil eine Persiflage auf die Rhetorik der Schriftgelehrten.

Nietzsches Moral ist bekanntlich aber nicht meine Moral. Meine Moral ist ein Mix aus Nietzsche/Schopenhauer/Bott/PCM/Dostojewski.

Beste Grüsse, Zara


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