Die Entstehung der Moral und warum sie zur Leidensmaximierung führte

Nonpopulo, Mittwoch, 24.06.2015, 20:42 (vor 3861 Tagen) @ Zarathustra3386 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 24.06.2015, 21:02

Hoi Zara,

es ist wirklich ein Kreuz mit dir und deiner Uneinsichtigkeit. Ständig suchst du nach Schlupflöchern, um dich meinen Argumenten nicht stellen und deine grobschlächtigen Ansichten, die keiner genauen Betrachtung standhalten, nicht aufgeben zu müssen. Aber ich bin ein geduldiger Mensch. [[herz]]

> > > Ab einem bestimmten Punkt sind Machtausdehnungsbestrebungen eben
[quote][quote][quote]widernatürlich.
[/quote][/quote][/quote]
[quote][quote]
Das ist die Ansicht eines Moralisten, der die Welt und die Menschen[/quote][/quote]
[quote]nach[/quote]
[quote][quote]seinem persönlichen Gusteau in gut und schlecht aufteilt und es als
universelle Wahrheit verkaufen will.[/quote][/quote]
[quote]
Papperlapapp. Medizinische, biologische Befunde sind primär keine
moralischen Befunde, allenfalls sekundär.
[/quote]

Ich habe keine Ahnung was du meinst und auf was du dich jetzt hier beziehst.

[quote]Das weiss jeder zurechnungsfähige Anthroploge, Mediziner, Psychologe und
Normalsterbliche, dass Machtentfaltung/Machtausdehnung
(Gewaltentfaltung/Gewaltausdehnung) auf sexueller und allgemeiner Ebene nur
innerhalb einer gewissen Bandbreite als gesund taxiert werden kann. Wenn
die Bandbreite überschritten wird, ist Krankheit im Spiel
(Sadismus/Masochismus). [/quote]

Und wer bestimmt diese Bandbreite? Die Pfaffen! Ob sie nun ein Priestergewand oder einen weissen Kittel tragen oder in einem Parlament ihre Sprüche klopfen.

> Nein, das ist nicht lachhaft, sondern gelebte Realität in einer gesunden
[quote]Umgebung. Das unterscheidet gesunde Konsens-Gemeinschaften von kranken
Macht-/Gewalt-Gesellschaften.
[/quote]

Ich hatte dich so verstanden, dass auch in Stammesgemeinschaften Machtkämpfe entstehen können, es aber nach deinem Gusteau widernatürlich ist, wenn Stämme sich gegenseitig bekämpfen.

> Wer niemandes Herr und niemandes Knecht sein will, ist doch offensichtlich
[quote]gesünder als die kranken Polit-Schergen, die sich an die Spitze der Macht
hochboxen- und -schleimen. Das sieht man ja schon vom blossem Auge, falls
man es sehen will/kann.
[/quote]

In den Stammesgemeinschaften gab/gibt es das doch auch, nur im kleineren Ausmass und logischerweise mit grösserem Korrektiv durch die anderen Stammesmitglieder.

Es ist dasselbe Spiel, nur das die Auswüchse in einer immer mehr organisierten und folglich immer anonymeren Gesellschaft grösser sind.

> Die Leidmaximierung (Konzentrationslager für Menschen und Tiere) tritt ja
[quote]erst mit der organisierten Gewalt auf die Bühne. Dass Du es nicht
wahrhaben kannst, ist Dein Problem. Du kommst nicht klar mit der Tatsache,
dass man als Gewaltmaximierer ein sinnloses, verderbliches Dasein fristet.
Deshalb musst Du es Dir schönfärben.
[/quote]

Schau, Organisation ist eine logische Folge in der menschlichen Entwicklung, sowohl beim Individuum als auch bei der Menschheit als Ganzem. Die Entwicklung des Bewusstseins, der menschliche Forscherdrang und das Streben nach Sicherheit führen zwangsläufig zu mehr und mehr Organisation.

Vorher hatten wir Gewalt, die nicht organisiert war, jetzt haben wir Gewalt, die organisiert ist. Gewalt war vorher und nachher.

Die organisierte Gewalt kann logischerweise viel mehr Schaden anrichten als die unorganisierte, aber sie ist aus oben genannten Gründen TINA und sie ist nicht das Ende der Geschichte. Jetzt kommen nämlich die Pfaffen ins Spiel, die Regeln und Gesetze aufstellen, um die gewaltbereite menschliche Natur zu kontrollieren. Was nicht gelingt, im Gegenteil.

Fortan haben wir die "Unmoralischen", die morden, vergewaltigen und brandschatzen wie es ihnen gefällt, und die "Moralischen", die krampfhaft ihre Gewaltbereitschaft unterdrücken, bis immer und immer wieder ihr "Dampfkessel" explodiert oder ihre Aggression sich gegen sie selbst richtet und sie sich selbst zerstören.

Der Schaden durch die Moralisten ist deshalb immens und von wirklicher Leidensmaximierung kann erst hier gesprochen werden.

Fazit: Die organisierte Gewalt ist a) TINA und b) nur ein kleiner Teil von dem, was die Gewaltmaximierung ausmacht. Die zur Beherrschung der menschlichen Natur geschaffene Moral ist der eigentliche Grund, warum sich Leiden so maximieren konnte.

Natürlich gibt es noch den anderen Aspekt, dass für Kämpfernaturen (gegen die die Moral arbeitet) Leiden nichts Schlimmes ist, aber das ist nochmal ein Thema für sich.

> Hätte hätte Fahrradkette.

Auf der einen Seite wirfst du mir TINA vor und auf der anderen Seite unterstellst du mir Wunschdenken, wenn ich Alternativen sehe. Hmmm...

Merkst Du denn nicht, dass organisierte Gewalt
[quote]wie deren organisierten Gegenkräfte als Duopol daherkommen (müssen)?
[/quote]

Ja, nur dass eben organisierte Gewalt TINA ist. Was ich weiter oben und schon oft zuvor nachvollziehbar begründet habe, ohne dass ich jemals von dir ein Gegenargument vernommen hätte.

Wenn wir uns Gedanken darüber machen wollen, was nicht TINA ist, was veränderbar wäre an der ganzen Scheusslichkeit der menschlichen Existenz wie sie sich heute in vielen Bereichen darstellt, dann sehe ich abgesehen von der kompletten Vernichtung nur einen gangbaren Weg: Die Gewaltbereitschaft und das Machtstreben muss zuerst als legitimer Teil der menschlichen Existenz anerkannt werden, sprich die Moral und die Pfaffen müssen verschwinden. Der nächste Schritt ist dann, der Gewaltbereitschaft einen Kanal zu verschaffen, der nicht so destruktiv ist, wie ihre "freie" Entfaltung. Wie das aussehen könnte, weiss ich im Moment auch nicht, aber das Prinzip entspricht ungefähr dem, was in einer Orgontherapie passiert. Destruktive Emotionen (denen man sich meist am Anfang nicht mal bewusst ist) werden in einem geschützten Rahmen ausagiert und verschwinden nach und nach. Die Therapie entlässt aber keine Pazifisten, im Gegenteil, Pazifisten sind ja mit Moral durchtränkt. Gewalt ist menschlich und natürlich und keineswegs per se schlecht, auch nicht die organisierte. Sie entlässt Menschen, die auch ohne Regeln und Gesetze nicht über die Stränge schlagen, weder mit übermässiger Aggression noch mit übermässiger Zurückhaltung - ein Organismus, der imstande ist, sich selbst zu regulieren.

> Zudem ist es medizinisch logisch, dass man an der maximierten Gewalt der
[quote]Zivilisierten (Folter der Kreatur in Konzentrationslagern aller Art)
zugrunde geht, weil so etwas unbeschreiblich Perverses in natürlicher
Umgebung nicht praktiziert wird. Täglich packt einen die Abscheu, so etwas
sehen zu müssen. Dagegen helfen auch keine pubertären Gegenreden.
[/quote]

Ha, der ist gut. Da fühlt man sich nach Jahrzehnten blinder Wut und destruktivster Rebellion gegen die Gesellschaft (das einen bis in die Theorien eines zerstörungswütigen Zarathustras getrieben hat) endlich ein wenig von diesen kindlichen Trotzreaktionen befreit, und dann kommt eben der, und schimpft mich pubertär. Ich hoffe du verstehst, warum mich deine Provokation deshalb zum Schmunzeln und nicht zum Ärgern bringt. [[lach]]

Beste Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby


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