Esoterik 2.0
Das sind keine philosophischen Diskussionen, sondern ernsthafte,
emotionale Feststellungen zur Realität; zumindest, was mich
betrifft.[/i]
Jeder füttert sein Ego mit der Fokussierung auf diejenigen Umstände, die
seine Emotionalität widerspiegeln. Und es gibt sowohl widerlichste
Umstände, wie auch wunderschönste, z.B. Kindern beim Spielen zuzusehen,
sich zu verlieben, Musik zu hören, die Berge und das Meer zu betrachten
etc. etc. Die Welt ist multidimensional.
Echt jetzt?
Was aber letztlich entscheidend ist, ist dir selbst zu erlauben das zu
sein, was du in Wirklichkeit bist: ein Egoist, der sein Leben geniessen
will.
Jeder erlaubt sich, derjenige zu sein, der er in Wirklichkeit ist. Jeder geht seinen persönlichen Weg des geringsten Widerstands. Es gibt nur eine Wirklichkeit, nämlich jene, in der jeder sein Dasein durchbringt; bezogen auf verstaatlichte Hominiden und Schweine – wie wiederholt dargelegt - dort, 'wo der langsame Selbstmord aller 'das Leben' heisst, und dennoch: In ein- und der selben Situation bedeutet geringster Widerstand für den mitfühlenden, sich mit der gequälten Kreatur Identifizierenden zum Beispiel: 'Ich bremse auch für Frösche', während für den mitleidlosen, abgestumpften Zivilisator ein Frosch keinen Widerstand in seinem kranken Körper mehr zu erzeugen vermag.
Du magst das als schlecht taxieren, aber es bleibt eine
unabänderliche Tatsache, die du entdeckst, sobald du dich von deiner
widernatürlich aufdoktrinierten Moral verabschieden kannst.
Das kannst Du offensichtlich nicht, und Deine Moral könnte man mir nie aufdoktrinieren. Für mich ist das Esoterik 2.0.
Mit Egoist meine ich indes nicht, sich nicht sozial und gemeinschaftlich
zu verhalten, sondern dich einfach nicht mit Leiden zu identifizieren, das
nicht deins ist und damit deiner Lebenszufriedenheit im Weg zu stehen.
Das ist widernatürlich. Nur abgestumpfte Widernaturen sind dazu in der Lage; nämlich – wie gesagt – besonders dort, 'wo der langsame Selbstmord aller 'das Leben' heisst: in der sogenannten Zivilisation.
Das
Paradoxe daran ist, dass du, wenn du dich nicht mehr mit dem Leiden anderer
identifizierst, zu einer Kraft wirst, die
... unzurechnungsfähig ist und um die man am besten einen möglichst weiten Bogen macht.
anderen direkt und wirksam helfen
kann -
wenn du willst und es als deine Aufgabe betrachtest.
Solange du dich
aber grämst und ekelst vor den Menschen, die das ganze Leid verursachen,
wirst du nie die Ausstrahlungskraft haben, positive Veränderungen
herbeizuführen.
Warum sollte ein Egozentriker es als seine Aufgabe betrachten? Weil Kant den kategorischen Imperatif predigte? Das ist doch kompletter Unsinn, Esoterik 2.0, ein Upgrade ohne Sinn. Wer nicht mit der leidenden Kreatur fühlt/leidet, wird ihr auch nicht helfen, es sei denn, er handle nach einem willkürlichen Gesetz/Imperatif, dessen Nichtbefolgung sanktioniert wird.
Wahrscheinlich bist du jetzt im Begriff mir Beispiele wie
Nelson Mandela vorzuhalten, um mir die Falschheit meiner Haltung vor Augen
zu führen,
Nicht nötig. Es sollte auch so sonnenklar sein.
Was den Tierschutz betrifft, bin ich auch skeptisch, wenn man die
Machenschaften von Organisationen wie dem WWF betrachtet. Aber wie dem auch
sei, ich liebe Tiere wie du und Dinge wie das von dir beschriebene kotzen
mich auch an -
Warum? Leidest Du etwa mit?
deshalb halte ich mich davon fern, denn mein Gekotze hilft
weder mir noch sonst jemandem.
Es gibt aber Leute, die auch unentgeldlich etwas tun und sich nicht fernhalten (können): Die Mitgefühllosen, Gleichgültigen sind es jedenfalls nicht.
Grüsse, Zara