Philosophische Diskussionen sind - mehr oder weniger logische - Rationalisierungen der emotionalen Grundstimmung
Hallo Schneider,
> Man könnte beim Einhalten der Bandbreite auch erst mal klein anfangen und
[quote]Diskussionen, bei denen schon frühzeitig vollkommen klar ist, dass man
nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, nicht solange weiterführen, bis
man sich nur noch gegenseitig an den Karren pisst. Solche Diskussionen
kommen in einer gesunden Umgebung nach meiner Vorstellung nicht vor.[/quote]
Das hängt mE von der Motivation und der Gestaltung der Diskussion ab. Mir helfen die Diskussionen mit Zara, meinen Blick zu schärfen und meine eigene Haltung zu klären.
Dass ich ihn oder sonst jemand nicht von meiner Haltung überzeugen kann, ist für mich klar. Meine Erfahrung mit mir selbst und anderen ist, dass nur das als wahr und richtig deklariert werden kann, mit dem man bereits in emotionaler Resonanz steht. Alle philosophischen Diskussionen sind insofern nur eine Rationalisierung der emotionalen Grundstimmung, mit der man durchs Leben geht. Wenn Du etwas schreibst, was ich als richtig und wahr empfinde (was durchaus vorkommt
), heisst das nicht, dass ich mich von deiner Ratio überzeugen lasse, sondern dass ich mit dem von Dir Geschriebenen in emotionaler Resonanz stehe.
Was die Gestaltung betrifft, war für mich hier mit Zara trotz der harten Argumente stets ein Augenzwinkern mit im Spiel. Sein Schlussposting war dann aber doch für mein Empfinden nur noch auf Diffamierung ausgelegt, weshalb ich mich auch frage, ob sich die Diskussion schlussendlich gelohnt hat.
Beste Grüsse Nonpopulo
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Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)
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