"Wert"los ist vielleicht der falsche Ausdruck. "Preis"los ist der Bessere
Frei nach dem Motto: Nicht alles was Wert hat, muss auch einen Preis haben.
Lieber Mephistopheles,
Wenn alle Schulden getilgt oder ausgebucht werden, dann werden auch
sämtliche Sachwerte mit einem Schlage wertlos.
das ist eine interessante These, soweit ich mich erinnern kann, war auch
Morpheus dieser Auffassung. (Den alten Beitrag aus 2015 müsste ich erst
noch suchen.)
Kannst Du mir das näher anhand von Produktivvermögen erläutern?
Angenommen es kommt irgendwann wie von Exter befürchtet zur
Pulverisierung der nicht liquiden Vermögensklassen in seiner
Asset-Pyramide.
Was genau kann ich dann noch mit dem Ackerland, dem Wald, meinen
Nutztieren ,den Maschinen und den Edelmetallen anfangen?
Wenn ich Dich richtig verstehe, hat dieses ex Vermögen keinen Wert mehr
für mich und andere, obwohl ich es zuvor als wertvoll empfand?
Für dein Überleben und für dich ganz persönlich können viele Dinge einen "Wert" haben. In dem Moment aber, wo alle Schulden getilgt sind, können sie jedenfalls keinen Preis mehr haben. Gäbe es zu diesem Zeitpunkt noch einen Obereigentümer (Machtmonopol), müsste er seinen Schäfchen mit Waffengewalt eine Abgabe (Waren, Gold, Papier) abpressen, damit das Wirtschaften auf Basis von staatlich garantiertem Eigentum (Kreditwirtschaft) und Bepreisen (Waren lassen sich in x Teile Abgabenmittel bemessen) erneut beginnen kann. Tatsächlich aber wäre in so einem Szenario auch kein Staat mehr vorhanden, weshalb alles was für dich einen Wert (aber keinen Preis) hat, bald auch wertlos ist, wenn ein Stärkerer kommt und es dir wegnimmt. Es gibt also dann nicht mehr "dein Ackerland" oder "deinen Wald" oder "deine Nutztiere", weil niemand mehr da ist, der dir garantiert, dass all das dein ist. Du könntest deine "Wert"sachen also nicht einmal deinem Nachbarn als Pfand für andere Waren anbieten, weil du kein Vertrauen genießt (Kredit = credere = glauben/vertrauen).
Beste Grüße
Phoenix5