Das geht nicht

Mephistopheles, Datschiburg, Mittwoch, 17.02.2016, 19:33 (vor 3645 Tagen) @ Heinz5273 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 17.02.2016, 19:54

Lieber Mephistopheles!
Es gibt schon etwas von Wert. Bereits vor dem Untergang des römischen
Reiches hat sich die Elite teilweise auf ihre Güter zurückgezogen und
dort alles hergestellt/herstellen lassen, was zum Leben gebraucht wurde.
M.Weber macht diesen Umstand für den Untergang des weströmischen Reiches
verantwortlich. Damit landen wir aber direkt im Feudalismus 2.0. In der
Nähe meines Geburtshauses stehen ein paar alte Bunker des
österreichischen Bundesheer. Die dürften, in einem wie von Dir
skizzierten Szenario, massiv an Wert gewinnen[[zwinker]]

Weder hat die Elite auf ihren Gütern Ölquellen noch Raffinerien noch Elektrizitätskraftwerke, von Chemiebetrieben und Hochöfen zur Stahlherstellung ganz zu schweigen.
Ohne Stahl, Chemie und Strom keine Autarkie. (Was haben Stahl, Chemie und Strom gemeinsam? Man muss Temperaturen über 1.600 C erzeugen und sie beherrschen können. Dazu braucht man Strom ohne Ende)

Und bei den Römern habe ich auch meine Zweifel. Konnten die auf ihren Gütern Eisen und Ziegel herstellen? Ohne Eisenpflüge keine römische Landwirtschaft, ohne Ziegel keine Bauten.
Und dazu benötigten sie Holzkohle ohne Ende.
[image][image][image]
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mervilla_von_Bad_Neuenahr-Ahrweiler
Lies den Artikel. Die Mittel zu dieser einen römischen Villa kamen eben aus dem gesamten römischen Reich. Von wegen Autarkie.
Solch ein Standard war dann in Europa über 1.000 Jahre lang nicht mehr möglich.

Liebe Grüße
Heinz

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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