Ersparnisse
Ich dachte mir, für die fortgeschrittenen Debitisten stelle ich das hier
mal rein:Unter dem Regime des Goldstandards stammt Kredit von echten Ersparnissen
Wie kommst Du auf diese Idee? Der Reichtum einer Gesellschaft hängt davon ab, welche Überschüsse sie produzieren kann. Und die wiederum von der gesamtwirtschaftlichen Produktivität. Die ist das Ergebnis der Arbeitsteilung. Die Verlängerung der Wertschöpfungsketten durch Arbeitsteilung führt automatisch auch zur Ausweitung des Kredites, weil, wie wir in diesem Forum eigentlich wissen sollten, die Produktion immer vorfinanziert sein muss. Wenn nun diese Verlängerung der Wertschöpfungsketten zu einem echten Produktivitätssprung führt, dann ist das gut. Daran ändert der Umstand ob nun der Kredit von echten Ersparnissen stammt oder nicht, gar nix. Im umgekehrten Fall ändert sich aber auch nichts. Ob ich das Saatgut, welches ich auf meinem Acker ausstreue, aus \"echten\" Beständen in meinem Speicher stammt oder ich aus einer anderen Quelle beziehe, der ich verspreche ihr nach Ernte dieses mit Zins zurückzugeben, ist für das Ausbringen des Gutes unerheblich. Entscheidend ist, ob überhaupt Saatgut vorhanden ist und ob ich bei nächsten Ernte meine Aufwand wieder reinhole; D.h. einen Gewinn (Überschuss) erziele. Das Problem mit dem Goldstandard ist, dass sich das Vermögen immer log-normalverteilt. D.h. irgendwann besitzen 0,01% der Vermögenden 90% des Goldes. Ausgedehnte Wertschöpfungsketten können dann nicht mehr finanziert werden und die Produktivität und der Grad der Arbeitsteilung in der Gesellschaft sinken.
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Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?