Eigentlich war das ganze Post die Antwort, aber hier ist eine Kurzfassung... (Libertarismus-Frage endlich gelöst)

Bernadette_Lauert, Sonntag, 07.02.2016, 19:35 (vor 3653 Tagen) @ Fabio4363 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Sonntag, 07.02.2016, 19:57

Korrigiere mich, was die von mir unterstellten Ron-Paul-Forderungen
angeht, wenn ich da falsch liege, denn Du bist der Ron-Paul-Experte

(Cooler

Blog, übrigens, Fabio).


Danke! Soweit stimme ich allem zu, was Du über ihn schreibst.


Der Libertarismus eines Ron Paul ist meines Wissens keiner, der den
(National-)Staat abschaffen will, sondern er kämpft meines wissens

nach

für einen schlanken, smarten Staat und gegen die FED und den IMK.
Top-Sache. Ich bin zu 100 Prozent dabei!


Damit bist Du libertär, Glückwunsch [[top]]

Wenn Du meinst. "Danke."

Ron Paul ist Minarchist, also Minimalstaatler, wie Du richtig schreibst.
Damit gilt man auch als libertär. Du meinst Anarchokapitalisten, wie z.B.
Murray Rothbard, Oliver Janich, Hans-Herrmann Hoppe (oder mich, wobei ich
das wie gesagt nur als Maximalforderung sehe, weil ich es wichtig finde, es
nicht für unmöglich zu halten, ohne Staat klarzukommen).

Naja, ich denke, genau das ist der Knackpunkt. S.u.

Aber wenn man nah am wirklichen Bedeutungsinhalt von Libertarismus

bleibt,

steht eben die Abschaffung des Staates im Fordergrund, wie im
Macroanalysten-Vid beschrieben.


Das stimmt so nicht, siehe Ron Paul.

Knackpunkte darf man nicht einfach mit Zirkelschlüssen wegwischen. S.u.

Staatsgrenzen auflösen
Wasser privatisieren
Infrastruktur privatisieren


Wie an anderer Stelle gesagt, ist das aus meiner Sicht kein Nonsens
sondern zT. einfach nur eine Re-Privatisierung, siehe das Beispiel London
oder die Eisenbahn in D, die Bismarck nur verstaalicht hat, um sie
militärisch nutzen zu können.

Es mag sein, dass Du das was Du schriebst auch an anderer Stelle gesagt hast, dennoch geht der Libertarismus zu weit, wenn er fordert, das Wasser zu privatisieren oder Staatsgrenzen aufzulösen.
Klingt nicht mal komisch. Ist aber trotzdem so.

...und würde nur der Konzernwirtschaft in die Hände spielen.

...also letztlich den Oligarchen der US-Oligarchie(Princeton-Studie):

http://www.neopresse.com/politik/usa/princeton-university-usa-ist-eine-oligarchie-keine...


Komisch. Und das alles trotz Mega-Staat und so vielen lieben Politikern?
Ron Paul greift das als "crony capitalism" an.

Wie gesagt: Ron Paul ist ein Guter. S.u.

...den 62 Leuten, denen die halbe Welt gehört (Oxfam-Studie):

http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/oxfam-studie-62-superreiche-besi...

Schöne libertäre Replik:

Superreiche: genau hingesehen
http://prometheusinstitut.de/superreiche-genau-hingesehen/

Hast Du denn überhaupt meine Quellen gesichtet? So läuft das nicht.

Dieses ganze 0,1-Prozent-Elitendingens halt...


Zum dritten Mal: Warum haben die Elite-Leute denn nicht den einzigen Mann
gepusht, der Libertärer ist, wenn die so libertär sind?

Ruhig bleiben, Fabio. S.u.

Wenn Du mich fragst, ob Ron Paul ein guter Mann ist, lautet meine

Antwort:

So weit er nicht ideologisch blindlings die Fallstrike der "reinen

Lehre"

des Libertarismus, ausblendet: eindeutig Ja.


Das habe ich Dich zwar nicht gefragt, es freut mich aber.

Ich gehe beispielsweise schwer davon aus, dass Paul keine

Destabilisierung

der USA durch Migrationsfluten zulassen würde. Dafür ist er viel zu

sehr

(Verfassungs-)Patriot.

Ja, das glaube ich auch. Hier nachzulesen:
http://www.ronpaul.com/on-the-issues/border-security/


P.S. Audit the FED!!!


END the FED <img src=" />

Gruß

Fabio

Hier die Zusammenfassung: Ich habe Dir dargelegt, dass der Libertarismus in seiner reinen Lehre viel zu weit führt, was in Nonsens-Maximen mündet, wie beispielsweise Staatsgrenzen auflösen, den Staat schwächen, wo es nur geht. Allerdings gibt es auch falsche Stellen, wo "den Staat schwächen" gleichbedeutend wäre mit "den Bürger schwächen". Beispielsweise wenn Wasserversorgung von einer kommunalen Zweckgemeinschaft (die Preise nach unten und Qualität nach oben maximiert) in die Hände von Konzernen gelegt wird, die nur Gewinne nach oben maximieren. Nur so als Beispiel...
Ron Paul gehtr den Libertarismus genau so weit, wie es vernünftig ist. Er ist aber an den Stellen, wo es nötig ist so viel (Verfassungs-)Patriot, dass es ihm nie in den Sinn käme, den Staat zu schwächen. Beispielsweise würde er nie offene Grenzen für Zuwanderer aus aller Welt gutheißen.
In der reinen Libertären Schule, wird aber genau dies gefordert, weil Staatsgrenzen einen Staat ausmachen. Da der Staat aber einfach nur undifferenziert "weg muss", trifft es auch die Nationalstaatsgrenzen. Zara hat Dir das doch oben dargelegt.
Ist das Dein Libertarismus?
Ist das Ron Pauls Libertarismus?
Ich denke, dass nicht.
Aber es ist eben "die reine Lehre". Und die führt aus den genannten Gründen in die Irre, weil sie die beschriebene 0,1-Prozent-Elite fördert, die gottgleich über Staaten stehen will und Bürger samt ihrer Bürgerrechte als lästig empfindet, in ihrer Herrschaft.
Vor diesem Hintergrund beantworte ich Deine Frage:

Warum haben die Elite-Leute denn nicht den einzigen Mann
gepusht, der Libertärer ist, wenn die so libertär sind?

Weil Ron Paul kein Libertärer im Sinne der reinen (und falschen) Lehre ist, die diese Eliten fördern würde.

Molyneux wäre so einer. Paul bei weitem nicht. Paul hat die richtigen Kompromisse gefunden, so weit ich das überblicken kann.

Gruß, Bla

P.S. Einverstanden: End the FED (after Audit)!


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