Die Synthese in der Libertarismus-Debatte: "Die Frage ist, wie weit man die Utopie im Sinne der reinen Lehre zuende denkt."
...denkt man sie so weit wie Ron Paul, steht auf der Agenda "Audit the FED" und "schlanker Staat". Beides sind wirklich verdammt wichtige (und richtige) Forderungen! Und er wird noch weitere verdammt gute Forderungen haben. Ron Paul ist definitiv "ein Guter".
Korrigiere mich, was die von mir unterstellten Ron-Paul-Forderungen angeht, wenn ich da falsch liege, denn Du bist der Ron-Paul-Experte (Cooler Blog, übrigens, Fabio).
Der Libertarismus eines Ron Paul ist meines Wissens keiner, der den (National-)Staat abschaffen will, sondern er kämpft meines wissens nach für einen schlanken, smarten Staat und gegen die FED und den IMK. Top-Sache. Ich bin zu 100 Prozent dabei!
Aber wenn man nah am wirklichen Bedeutungsinhalt von Libertarismus bleibt, steht eben die Abschaffung des Staates im Fordergrund, wie im Macroanalysten-Vid beschrieben.
Das mag eine tolle Utopie sein, die in 1000 Jahren vielleicht ein gutes Ziel sein könnte.
Aber wir Deutschen müssen in der jetzigen Situation erst einmal souverän im Handeln werden (den Status als US-Vasall hinter uns lassen) und die Grenzen unseres Nationalstaates schützen.
Paul ist nicht Molyneux.
Böhringer ist nicht Janich.
Minimalstaat ist nicht staatenlose Gesellschaft.
In der s.g. reinen Lehre des Libertarismus geht es aber um die extremen Ausprägungen, und die blenden einiges aus und landen dann in so Nonsens-Maximen wie:
Staatsgrenzen auflösen
Wasser privatisieren
Infrastruktur privatisieren
...und würde nur der Konzernwirtschaft in die Hände spielen.
...also letztlich den Oligarchen der US-Oligarchie(Princeton-Studie): http://www.neopresse.com/politik/usa/princeton-university-usa-ist-eine-oligarchie-keine...
...den 62 Leuten, denen die halbe Welt gehört (Oxfam-Studie): http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/oxfam-studie-62-superreiche-besi...
...den Privaten Oligarchen, die Geopolitik betreiben: https://www.youtube.com/watch?v=bd_7hXuv9aQ
...den 147 Unternehmen, die laut ETH Zürich die Weltwirtschaft kontrollieren und hinter denen wiederum Banken und EIgentümer stehen: http://www.fr-online.de/wirtschaft/maechtige-konzerne-147-unternehmen-kontrollieren-die...
Dieses ganze 0,1-Prozent-Elitendingens halt...
Wenn Du mich fragst, ob Ron Paul ein guter Mann ist, lautet meine Antwort: So weit er nicht ideologisch blindlings die Fallstrike der "reinen Lehre" des Libertarismus, ausblendet: eindeutig Ja.
Ich gehe beispielsweise schwer davon aus, dass Paul keine Destabilisierung der USA durch Migrationsfluten zulassen würde. Dafür ist er viel zu sehr (Verfassungs-)Patriot.
Gruß, Bla
P.S. Audit the FED!!!