Frankreich beweist gar nichts.
Ich verweise aktuell auf Frankreich, wo trotz Arbeitszeitverkürzung die Arbeitslosigkeit nur gestiegen ist
Wir haben es hier mit multikausalen Phänomenen zu tun, die einer sorgfältigen Analyse bedürfen. Hier sind verschiedene Ursachen mit gegenläufigen Effekten wirksam. Wenn die Arbeitslosigkeit in FR gestiegen ist, wird es gewiss Ursachen haben, die nicht in der Arbeitszeitverkürzung lagen.
Und, es kann viel besser und konsequenter gemacht werden, als es die Franzosen machen oder gemacht haben.
Denn wie du es drehst und wendest. Nach jeder Form von Arbeitszeitverkürzung fehlt Geld, was in der Folge die Nachfrage weiter senkt und damit die Arbeitslosigkeit weiter steigert. Es ist Rechnen, nicht einmal Mathematik, einfaches Rechnen.
Das ist Unsinn. In jeder VoWi kann soviel Geld erzeugt und bereitgestellt werden, wie benötigt .. ganz egal, wie die Arbeitszeit geregelt ist.
An Fiat Money kann es prinzipiell nicht mangeln; und auch nicht an Kreditsicherheiten, wenn es nur sichere Arbeitsplätze und Einkommen gibt, die als Kreditbesicherung dienen können (bei Unternehmen bzw. Konsumenten).
Seit Ende der 70er fand in DE gar keine statt .. es sei denn eine starke Deregulierung ("Flexibilisierung" genannt) und Ausweitung.
Da liegst du nicht richtig. Die Metallindustrie hat nach den Streiks 1984 die Arbeitszeit auf 37,5 Stunden reduziert und es gab durchaus weitere Arbeitszeitverkürzungen.
Nur selbst in den wirtschaftlich stärksten Bereichen, der Industrie hat es kaum Effekte außer Arbeitsverdichtung gegeben.
Es reicht nicht, wenn es nur in EINer Branche Arbeitszeitverkürzung gibt .. und anderswo eine Verlängerung. Das ist einfache Mathematik. Gerade auch der Arbeitsverdichtung muss Rechnung getragen werden, denn sie führt ja zum Anstieg der Arbeitsproduktivität.
Und dass es kaum Effekte hatte, ist einfach eine unbewiesene Behauptung. Wie gesagt, wir haben es hier mit multikausalen Vorgängen, mit teilweise gegenläufigen Effekten, zu tun. Eine ganze Reihe an Maßnahmen sind hier Not'wendig.
Heute ist die durchschnittliche Arbeitszeit länger als damals, und für die Unternehmen eher real billiger, trotz mehrfach gestiegener Arbeitsproduktivität. DAS kann ganz bestimmt nicht lange funktionieren!
Ich habe dir doch versucht zu erklären, dass dies immer so sein muss, weil der Machthalter (Staat) ständig mehr abpressen muss. In der Folge muss mehr produziert werden also die Produktivität gesteigert werden.
Nein, es muss nicht "immer so sein". Dir fehlt einfach Sachverstand und Vorstellungskraft. Dafür bist Du umso mehr zugekleistert mit den üblichen Vorurteilen.
Die Gewinne bei den wenigen großen Unternehmen konnten zwar durch dies Maßnahmen gesteigert werden, aber überwiegend auf Kosten der Zulieferer, die ihre Kosten um so stärker senken mussten. Auch hier eine Folge von Macht, Marktmacht.
Auch Marktmacht kann man beschneiden oder besser verteilen .. wie jede Art von Macht. Dies alles ist machbar, da es ja Menschenwerk ist.
Die Konzentration, das Wachsen - ohne Ende bis zum Ende, ist eben genau nicht aufzuhalten.
Ja, in DIESEM System. Es hat deshalb keine lange Lebenszeit.
Gruß, Beo2