Prophezeiungen zur Zukunft Europas und Chinas

Mephistopheles, Datschiburg, Sonntag, 12.07.2015, 22:04 (vor 3842 Tagen)9370 Views

„Eine Gesellschaft, welche die Fähigkeit oder den Willen, produktiv zu sein, verloren hat, wird verhungern müssen, mag ihr Vermögen noch so groß sein. Das ist das zentrale Paradoxon der Vermögensillusion: Niemand kann vom Vermögen leben, wenn niemand mehr produktiv ist [...] GESAMTWIRTSCHAFTLICH IST DER REICHTUM STETS UND IMMER NUR DER GEGENWERT DER ZUKÜNFTIGEN PRODUKTIONSERTRÄGE [...] Wir alle, Arme und Reiche, sind schicksalhaft mit der Produktivität der gesamten Volkswirtschaft vernetzt [...] Was mein Vermögen wert ist, bestimmen immer die anderen.”

- Silvio Borner, Neue Zürcher Zeitung, 27.9.1989
Ich habe es hieraus http://www.postcollapse.blogspot.de/2015/07/finanzkrise-ii.html#more , aber den Rest kannst du vergessen.

Aber das Problem, das hier angesprochen wird, wird wahrscheinlich - besonders im Dienstleistungssektor - die nähere Zukunft domnieren.

Was ist, wenn es keinen Finanzkollaps gibt, das Vermögen (weitgehend) erhalten bleibt, aber niemand, der die Fähigkeiten hat, mehr Lust hat, seine Fähigkeiten einzubringen, und die gerne würden, es nicht können?

In der Industrie ist das weniger schlimm, weil da kann man immer noch rationalisieren, aber was passiert mit der Pflege, wenn keiner mehr Lust hat, zu pflegen? Oder wenn die Bestausgebildeten nach etwa 10 Jahren die Lust verlässt?
Ebenso Gastronomie, Sozialberufe, Kassiererin und - vor allem - Handwerksberufe?

Da hilft dann auch kein Geld mehr.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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