Ja, nach der "neoliberalen Wende".

Beo2, NRW Witten, Montag, 13.07.2015, 22:16 (vor 3841 Tagen) @ Morpheus4500 Views

Das Modell der Sozialen Marktwirtschaft wurde schrittweise durch das Modell der Deregulierung der Wirtschaft abgelöst, mit der Folge beginnender Deflation und Rezession insbesondere bei der Binnenmarkt'wirtschaft. In der Exportwirtschaft wurde stetig das Lohnniveau gesenkt.

Nein, hier war die Aufwärtsspirale am Ende und man musste sich etwas neues einfallen lassen.

Nein, die Aufwärtsspirale wurde mit der "neoliberalen Wende" ca. ab dem Jahr 1980, und erst recht ab 1990, willkürlich beendet. Die Wirtschaftselite wurde blind durch ihre explodierende Habgier.
Es war gar nicht notwendig, "sich etwas Neues einfallen zu lassen". Das Konzept und Ideologie der Sozialen Marktwirtschaft von 1950-1980, mit der starken Wirtschaftsregulierung und deutlich höherer Steuer- bzw. Abgabenlast (in %) im Vergleich zu Heute, hatte sich bewährt. Die Staatsverschuldung blieb konstant bei unter 25% des BIP. Die Sozialkassen hatten genug Einnahmen und Rücklagen, da es ausschließlich tarifliche und abgabenpflichtige Löhne gab, auch bei der Teilzeit.

Ja, das nenne ich die Aufwärtsspirale. Damals war alles toll. Nur haben wir in aller bester Absicht und leider ohne Voraussicht unser Grab damit geschaufelt. Es sei denn, wir hätten die Rücklagen gebildet, wie ich es vorgeschlagen habe. Nur leider haben wir genau das nicht getan, sondern das Geld für Sozialleistungen und noch mehr Infrastruktur ausgegeben. Und jetzt, wo die viel zu große Infrastruktur in die Phase des Verfalls kommt, sehen wir, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht.
Bitte widerlege meine These. Dann reden wir weiter.

Die Mühe spare ich mir. Behalte Du deine These .. ich behalte meine.

Doch dann, etwa ab dem Jahr 1980 und erst recht mit der "Wende" ab 1990, kamen die neoliberalen Privatisierer, Deregulierer, Abgabensenker und Model"verbesserer". Das Ergebnis können wir heute begutachten und bilanzieren.
Du scheinst zu jung zu sein, um zu wissen, wo Deutschland schon einmal war und auf welchem Weg es sich befand.

Ja, der war nur alles andere als nachhaltig, sondern ein aller letztes Strohfeuer vor dem bitteren Untergang. Aber du wirst mir hoffentlich gleich erklären, wo mein Denkfehler liegt und warum doch alles noch viel schöner weiter gehen wird.

Ja, gerne:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=360491

Ich zitiere daraus:
"Zur Zeit dominiert der blinde Egoismus (Selbstliebe und Habgier). Es ist ein vorübergehendes Zeitalter der geistig-moralischen Dunkelheit, des kompromisslosen Egoismus und der Gefühls- bzw. Geistlosigkeit, der zum (vorübergehenden) Verfall und Dekadenz führt. Ein beängstigender Mangel an Einsicht (Vernunft), Kooperation, Rücksichtnahme und Solidarität ..."

Geht es dem Esel einmal gut ... was macht er dann?

Mit Gruß, Beo2


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